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Qualität der Hochschulbildung

Der Rat fordert die Mitgliedstaaten auf, die Einrichtung von Qualitätsbewertungs- und Qualitätssicherungsmechanismen für ihre Hochschulsysteme zu erwägen und die Zusammenarbeit zwischen den für die Qualitätssicherung im Hochschulbereich zuständigen Stellen zu fördern.

RECHTSAKT

Empfehlung des Rates 561/98/EG vom 24. September 1998 betreffend die europäische Zusammenarbeit zur Qualitätssicherung in der Hochschulbildung [Amtsblatt L 270 vom 7.10.1998]

ZUSAMMENFASSUNG

Der Rat der Europäischen Union empfiehlt den Mitgliedstaaten, im Rahmen der Organisation ihrer Hochschulsysteme transparente Qualitätsevaluierungs- und Qualitätssicherungssysteme zu schaffen.

Ziel ist es, die Qualität der Hochschulbildung unter Berücksichtigung der einzelstaatlichen Bedingungen, der europäischen Dimension und der weltweiten Anforderungen zu sichern und zu verbessern.

Die Qualitätsevaluierungs- und Qualtitätssicherungssysteme müssen auf folgenden Prinzipien aufbauen:

  • Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der mit der Qualitätsbewertung und -sicherung beauftragten Stellen;
  • die Bewertungsverfahren müssen dem institutionellen Selbstverständnis der Hochschulen angepaßt sein;
  • sowohl interne Bewertung (selbstreflexive Komponente) als auch externe Bewertung (Sachverständigenurteil);
  • Beteiligung aller Betroffenen (Lehr- und Verwaltungskräfte, Studenten, ehemalige Studenten, Sozialpartner, Berufsvereinigungen; Förderung der Beteiligung von ausländischen Sachverständigen);
  • Veröffentlichung der Ergebnisse der Bewertungsverfahren.

Der Rat empfiehlt den Mitgliedstaaten, sicherzustellen, daß Folgemaßnahmen auf nationaler oder regionaler Ebene erfolgen, um es den Hochschulen zu ermöglichen, ihre Pläne zur Verbesserung der Qualität und zur besseren Eingliederung der Hochschulabsolventen in den Arbeitsmarkt umzusetzen.

Außerdem wird ihnen empfohlen, darauf zu achten, daß die behördlichen Stellen und Hochschulleitungen dem ständigen Erfahrungsaustausch mit anderen Mitgliedstaaten sowie mit internationalen Hochschulverbänden hohe Priorität einräumen.

Ferner empfiehlt der Rat den Mitgliedstaaten, die Zusammenarbeit zwischen den für die Qualitätsbewertung im Hochschulbereich zuständigen Stellen und deren Vernetzung zu fördern. Diese Zusammenarbeit kann folgende Aspekte betreffen:

  • den Informations- und Erfahrungsaustausch;
  • die Erteilung von Auskünften in Fachfragen auf Anfrage der Behörden in den Mitgliedstaaten und die Förderung von Kontakten mit Sachverständigen auf internationaler Ebene;
  • die Unterstützung der Hochschuleinrichtungen, die länderübergreifend zusammenarbeiten möchten.

Bei der Verfolgung dieser Ziele müssen die Beziehungen zu anderen Gemeinschaftsaktivitäten, insbesondere zu solchen im Rahmen des Sokrates - und des Leonardo -Programms, und auch der gemeinschaftliche Besitzstand im Bereich der Anerkennung der beruflichen Qualifikationen berücksichtigt werden.

Die Kommission wird ersucht, eine solche Zusammenarbeit zwischen den für die Qualitätsbewertung und Qualitätssicherung im Hochschulbereich zuständigen Stellen zu fördern und die über die erforderliche Erfahrung im Bereich der Qualitätsbewertung und Qualitätssicherung verfügenden Hochschulorganisationen und -verbände mit europäischer Kompetenz an dieser Zusammenarbeit zu beteiligen.

Die Kommission wird ersucht, alle drei Jahre einen Bericht über die Entwicklung der Qualitätsbewertungs- und Qualitätssicherungssysteme in den einzelnen Mitgliedstaaten und über die Maßnahmen der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene in diesem Bereich vorzulegen.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Empfehlung des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Februar 2006 über die verstärkte europäische Zusammenarbeit zur Qualitätssicherung in der Hochschulbildung [Amtsblatt L 64 vom 4.3.2006].
Der Rat und das Europäische Parlament empfehlen den Mitgliedstaaten, interne Qualitätssicherungssysteme einzuführen und für die Bewertungen die in Bergen im Rahmen des Bologna-Prozesses angenommenen Normen und Richtlinien anzuwenden.
Sie fordern die Qualitätssicherungsagenturen auf, bei ihren Bewertungen unabhängig zu sein, die in der Empfehlung von 1998 genannten Qualitätssicherungsaspekte zu berücksichtigen und die in Bergen angenommenen allgemeinen Regeln anzuwenden.
Die Vertreter der nationalen Behörden, der Hochschulbereich und die Qualitätssicherungsagenturen werden aufgefordert, gemeinsam mit den Sozialpartnern ein „Europäisches Register von Agenturen zur Qualitätssicherung" (EQAR) (EN) aufzustellen. Das ab Sommer 2008 eingeführte Register wird auf nationaler Überprüfung basieren und die im Anhang aufgeführten Grundsätze berücksichtigen. Ferner sind darin die Bedingungen für eine Registrierung und die Regeln für die Verwaltung des Registers festzulegen.

Die Mitgliedstaaten müssen den Hochschuleinrichtungen die Möglichkeit geben, in dem europäischen Register die Qualitätssicherungsagentur auszuwählen, die ihren Bedürfnissen am besten entspricht.

Der Rat und das Europäische Parlament empfehlen den Mitgliedstaaten, den öffentlichen Zugang zu den Bewertungen der in dem europäischen Register verzeichneten Qualitätssicherungsagenturen zu gewährleisten.

Die Kommission wird aufgefordert, weiterhin die Zusammenarbeit zwischen Hochschuleinrichtungen, Qualitätssicherungsagenturen und zuständigen Behörden zu fördern.

Schließlich fordern der Rat und das Europäische Parlament die Kommission auf, alle drei Jahre Berichte über die Fortschritte bei der Entwicklung der Qualitätssicherungssysteme vorzulegen.

Bericht der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen über die Umsetzung der Empfehlung des Rates 98/561/EG vom 24. September 1998 betreffend die europäische Zusammenarbeit zur Qualitätssicherung in der Hochschulbildung [KOM(2004) 620 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

Letzte Änderung: 06.03.2008
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