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Eurydice: das Bildungsinformationsnetz

1) ZIEL

Bereitstellung von zuverlässigen und vergleichbaren Informationen über die Bildungspolitik und die einschlägigen Systeme in den Mitgliedstaaten.

2) RECHTSAKT

Entschließung des Rates und der im Rat vereinigten Minister für das Bildungswesen vom 6. Dezember 1990 zum Bildungsinformationsnetz der Europäischen Gemeinschaft EURYDICE [Amtsblatt C329 vom 31.12.1990].

3) ZUSAMMENFASSUNG

Kontext

Obwohl der Europäische Rat bereits am 9. Februar 1976 die Schaffung eines Netzes zum Austausch von Informationen und Erfahrungen über die Gestaltung der Hochschulbildung gewünscht hatte (Amtsblatt C 38 vom 19.2.1976), ging dieser Wunsch erst 1980 durch die Schaffung des Netzes EURYDICE in Erfüllung. 1990, also zehn Jahre später, nahm der Rat eine ausschließlich EURYDICE betreffende Entschließung an, mit der dieses Informationsinstrument verstärkt werden sollte.

Der 1992 in Maastricht unterzeichnete Vertrag über die Europäische Union stellt dank seines Artikels 149 einen wichtigen Schritt dar, denn der Ausbau des Informations- und Erfahrungsaustauschs über gemeinsame Probleme bei den Bildungssystemen der Mitgliedstaaten wird dabei hervorgehoben. Seit 1995 wird die Entwicklung von EURYDICE im Rahmen des Programms SOKRATES gewährleistet.

Ziele

Zur Intensivierung und Verbesserung der bildungspolitischen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten sowie zur Vereinfachung der Vorbereitung von Initiativen auf einzelstaatlicher Ebene sowie auf Gemeinschaftsebene erweist sich das Eurydice-Netz als wesentliches Informationsinstrument im Hinblick auf die Strukturen, Systeme sowie Entwicklungen auf nationaler und auf Gemeinschaftsebene im Bildungsbereich. EURYDICE spielt die Rolle einer Beobachtungsstelle, die sowohl Unterschiede zwischen den Bildungssystemen als auch ihre Gemeinsamkeiten sichtbar macht.

Tätigkeit

Das Netz umfasst von den Mitgliedstaaten eingerichtete einzelstaatliche Stellen und eine gemeinschaftliche Stelle. Folgende Länder nehmen teil:

  • die Mitgliedstaaten der Europäischen Union;
  • die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums, und zwar Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz;
  • die EU-Kandidatenländer, ohne die Türkei: Bulgarien, Zypern, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Tschechische Republik, Rumänien, die Slowakei und Slowenien.

Die von den nationalen Stellen bereitgestellten Informationen werden von der in Brüssel befindlichen europäischen Stelle bearbeitet und untersucht. Diese verfügt über die Datenbank EURYBASE, die zahlreiche Daten über die Bildungssysteme in Europa enthält. EURYDICE erstellt und veröffentlicht beschreibende und vergleichende Analysen sowie Indikatoren und Untersuchungen über die Bildungssysteme der Teilnehmerländer.

Obwohl der Europäische Rat bereits am 9. Februar 1976 die Schaffung eines Netzes zum Austausch von Informationen und Erfahrungen über die Gestaltung der Hochschulbildung gewünscht hatte (Amtsblatt C 38 vom 19.2.1976), ging dieser Wunsch erst 1980 durch die Schaffung des Netzes EURYDICE in Erfüllung. 1990, also zehn Jahre später, nahm der Rat eine ausschließlich EURYDICE betreffende Entschließung an, mit der dieses Informationsinstrument verstärkt werden sollte.

Der 1992 in Maastricht unterzeichnete Vertrag über die Europäische Union stellt dank seines Artikels 149 einen wichtigen Schritt dar, denn der Ausbau des Informations- und Erfahrungsaustauschs über gemeinsame Probleme bei den Bildungssystemen der Mitgliedstaaten wird dabei hervorgehoben. Seit 1995 wird die Entwicklung von EURYDICE im Rahmen des Programms SOKRATES gewährleistet.

4) DURCHFÜHRUNGSMASSNAHMEN

5) WEITERE ARBEITEN

Letzte Änderung: 15.10.2002
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