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Intensivierung der Zusammenarbeit mit Drittländern im Bereich der Hochschulbildung

Die Strategie der Europäischen Union (EU) für die Zusammenarbeit mit Drittländern im Bereich Bildung umfasst zwei zentrale Ziele: Entwicklung von qualitativ hoch stehenden Humanressourcen in den Partnerländern und innerhalb der Union durch gegenseitige Förderung der Humanressourcen und Förderung der EU als weltweit wegweisendes Zentrum für Hochschul- und Berufsbildung sowie für wissenschaftliche und technologische Forschung.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat vom 18. Juli 2001 über die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Drittländern im Bereich der Hochschulbildung [COM(2001) 385 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Im Rahmen der Entwicklung der Hochschulbildung fordert die Kommission angesichts einer stetig wachsenden Nachfrage nach internationaler Bildung und Studentenmobilität zusätzliche Anstrengungen auf europäischer Ebene, um die Zusammenarbeit mit Drittländern zu intensivieren.

Entsprechend diesem neuen Ansatz müsste die Europäische Union (EU):

  • sicherstellen, dass bei ihren Bildungsaktivitäten die internationale Dimension systematischer berücksichtigt wird;
  • ihre Maßnahmen in diesem Bereich besser bekannt machen und für Studierende aus Drittländern attraktiver gestalten.

In diesem Rahmen schlägt die Mitteilung der Kommission eine Gesamtstrategie vor und legt konkrete Aktionsgrundsätze fest.

Vorgeschlagene Vorgehensweise

Die Kommission will die Erfahrungen nutzen, die sie im Rahmen der EU-Programme, insbesondere im Rahmen des Programms Erasmus gewonnen hat. . Sie besteht auch darauf, dass Vereinbarungen, die im Bildungsbereich mit Nicht-EU-Ländern geschlossen werden, je nach Land oder auch Region differenziert werden.

Die Mitteilung sieht eine Zusammenarbeit auf der Grundlage von multilateralen Netzen und von Partnerschaften mit Ländern vor, deren Hochschulsystem einen ähnlichen Entwicklungsstand erreicht hat wie die europäischen Systeme, so dass sich die betreffenden Universitäten einigen können über:

  • die Modalitäten des Austauschs von Studierenden und Lehrkräften. Die Entwicklung des Fernunterrichts und der weit verbreitete Einsatz der Informationstechnologien sind bei der Verstärkung der internationalen Partnerschaften ebenfalls von Bedeutung;
  • den akademischen Inhalt der für Austauschstudenten bestimmten Studiengänge;
  • die Voraussetzungen für die Anerkennung der Tätigkeit der eigenen und der Gastuniversitäten, nach dem Muster des Europäischen Systems zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS), das als europäischer Standard in der Hochschulbildung anerkannt ist;
  • die Bestimmungen über die finanzielle Unterstützung der Studierenden während ihres Auslandsaufenthaltes. Die Kommission schlägt diesbezüglich vor, die Zahl der langfristigen Stipendien für Studenten aus Drittländern heraufzusetzen.

Zu vermeiden sind:

  • Austauschmaßnahmen, die nicht im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Hochschuleinrichtungen erfolgen, da solche Maßnahmen den Einrichtungen nur in begrenztem Maße Vorteile bringen und den Austausch von Erfahrungen einschränken würden;
  • Austauschmaßnahmen, die keine Rückkehr ins Heimatland implizieren, da dies das Phänomen des „Brain drain" verstärken könnte.

Studentenaustauschprogramme allein reichen jedoch nicht aus für eine wirklich effiziente Zusammenarbeit mit Drittländern. Sie müssen flankiert werden durch einen Austausch von Lehrpersonal, gemeinsame Programmentwicklung und durch Anerkennung der Lehrtätigkeit, die im Ausland erbracht wurde.

Die Kommission schlägt vor, in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten eine gemeinsame Werbe-Initiative für die EU als weltweit wegweisendes Exzellenzzentrum durchzuführen. In diesem Rahmen regt sie außerdem an, die Kapazitäten für europäische Studien durch die Ausweitung des Netzes von Studienzentren über die europäische Union und von Jean-Monnet-Lehrstühlen (Lehrstühle, die sich auf das Studium der europäischen Integration spezialisiert haben) in der ganzen Welt auszuweiten.

Außerdem will die Kommission die europäischen Hochschuleinrichtungen dazu anregen, rein europäische „Bildungspakete" auszuarbeiten, indem sie zum Beispiel gemeinsame Studiengänge entwickeln, die es Studierenden aus anderen Kontinenten und aus Europa erlauben, mehr als ein akademisches Jahr in unterschiedlichen Mitgliedstaaten zuzubringen. Daraus könnten sich ggf. gemeinsame Diplome entwickeln.

Im Rahmen des Programms Alfa (EN) (ES) (FR) (PT), will die Kommission rasch ein Pilotprogramm für Postgraduierten-Stipendien entwickeln, das für Hochschullehrer und -studenten aus Lateinamerika bestimmt sein soll.

Hintergrund

Die Mitgliedstaaten verfügen im Bildungsbereich über eine langjährige Tradition der bilateralen Zusammenarbeit mit Drittländern. Auch die EU hat eine Reihe von Initiativen mit Drittländern eingeleitet, beispielsweise die Kooperationsprogramme mit den Vereinigten Staaten oder Kanada oder aber die ProgrammeTempus, Alfa und Erasmus Mundus.

Letzte Änderung: 09.11.2011
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