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TEMPUS III (2000-06)

Archiv

Ziel dieses europaweiten Kooperationsprogramms für die Hochschulbildung ist die Förderung der Entwicklung des Hochschulwesens in den förderberechtigten Ländern. Durch das Programm soll auch die Zusammenarbeit zwischen den förderberechtigten Ländern in der Europäischen Union (EU) gestärkt werden.

RECHTSAKT

Beschluss 99/311/EG des Rates vom 29. April 1999 über die Verabschiedung der dritten Phase des europaweiten Programms zur Zusammenarbeit im Hochschulbereich (TEMPUS III) (2000-2006) [Siehe „Ändernde Rechtsakte“].

ZUSAMMENFASSUNG

Die Europäische Union (EU) betrachtet die Hochschulbildung und die Ausbildung als die entscheidenden Bereiche für den Prozess der wirtschaftlichen und sozialen Reform und leitet daher die dritte Phase des europaweiten Programms zur Zusammenarbeit im Hochschulbereich (TEMPUS III) ein. TEMPUS III läuft vom 1. Juli 2000 bis zum 31. Dezember 2006 und schließt an TEMPUS I und II an.

Das Programm TEMPUS III, das ursprünglich nur für die Länder Mittel- und Osteuropas, die Neuen Unabhängigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion und die Mongolei bestimmt war, die für die Programme PHARE und TACIS als förderungsberechtigte Länder in Frage kommen, steht jetzt allen Empfängerländern des Programms TACIS offen, ferner den Ländern des westlichen Balkans (den so genannten CARDS-Ländern) und den an der Europa-Mittelmeer-Partnerschaft beteiligten Ländern des Programms MEDA.

An TEMPUS-Projekten können sich, allerdings nur auf Grundlage einer gemeinsamen Finanzierung, Institutionen aus den der Europäischen Union (EU) beigetretenen Ländern, der Beitrittsländer und der Gruppe der 24 westlichen Industriestaaten, die nicht der EU angehören (Australien, Kanada, Vereinigte Staaten, Island, Japan, Liechtenstein, Norwegen, Neuseeland und Schweiz), beteiligen.

TEMPUS III soll die Entwicklung des Hochschulwesens in den förderungsberechtigten Ländern unterstützen, indem das Verständnis zwischen den Kulturen und ihre Annäherung gefördert wird. Zu diesem Zweck wird auf folgende Fragen eingegangen:

  • Entwicklung und Überarbeitung von Lehrplänen;
  • Reform der Hochschulstrukturen und -einrichtungen sowie ihrer Verwaltung;
  • Entwicklung berufsbezogener Ausbildungsgänge, insbesondere durch die Verstärkung der Kontakte zur Industrie;
  • Beitrag der Hochschulbildung und Ausbildung zur Entwicklung des Staatsbürgertums und zur Stärkung der Demokratie.

TEMPUS fördert die Durchführung durch die Institutionen der EU-Mitgliedstaaten und der Partnerländer von gemeinsamen europäischen Projekten mit einer Laufzeit von höchstens drei Jahren. An diesen europäischen Projekten müssen sich mindestens eine Hochschule aus einem förderungsberechtigten Land, eine Hochschule aus einem Mitgliedstaat und eine Partnereinrichtung (Hochschule, Unternehmen oder Institution) aus einem weiteren Mitgliedstaat beteiligen.

Im Rahmen der gemeinsamen europäischen Projekte erhalten folgende Gruppen eine finanzielle Unterstützung:

  • Lehr-/Verwaltungspersonal an Hochschulen oder Ausbilder in Unternehmen der Mitgliedstaten, die in den förderungsberechtigten Ländern Lehr-/Ausbildungsaufträge mit einer Dauer bis zu einem Jahr durchführen;
  • Lehr-/Verwaltungspersonal an Hochschulen in den förderungsberechtigten Ländern, für Aufenthalte zur Fort- und Weiterbildung in der EU;
  • Studierende einschließlich graduierter Doktoranden, und zwar sowohl Studierende aus den förderungsberechtigten Ländern, die einen Studienaufenthalt in der EU absolvieren, als auch Studierende aus der EU, die sich zum Studium in den förderungsberechtigten Ländern aufhalten. Diese Zuschüsse werden in der Regel für einen Zeitraum von drei Monaten bis zu einem Jahr gewährt;
  • Studierende, die an einem gemeinsamen europäischen Projekt teilnehmen, das speziell auf die Förderung der Mobilität ausgerichtet ist. Dabei haben Studierende Vorrang, deren Heimathochschule den Auslandsaufenthalt der am Projekt teilnehmenden Studierenden akademisch voll anerkennt;
  • Dozenten, Ausbilder, Studierende und Graduierte aus den förderungsberechtigten Ländern, die ein Praktikum mit einer Dauer von einem Monat bis zu einem Jahr in Unternehmen der EU absolvieren; dies gilt umgekehrt auch für entsprechende Personen aus den Mitgliedstaaten, die Betriebspraktika in den förderungsberechtigten Ländern absolvieren.

Auch bestimmte Strukturmaßnahmen und/oder ergänzende Maßnahmen (insbesondere technische Unterstützung, Seminare, Studien, Veröffentlichungen und Informationstätigkeiten) erhalten eine finanzielle Unterstützung. Diese Maßnahmen sollen zur Verwirklichung der Programmziele beitragen, insbesondere zum Ausbau und zur Umstrukturierung der Hochschulsysteme in den förderungsberechtigten Ländern.

Die EU vergibt auch Einzelzuschüsse an Dozenten, Forscher, Ausbilder, Verwaltungskräfte an Hochschulen, Beamte in leitender Stellung in Ministerien, Bildungsplaner und sonstige Bildungsfachkräfte aus den förderungsberechtigten Ländern oder der Gemeinschaft. Diese Zuschüsse sind für Aufenthalte zur Verbesserung der Qualität sowie zum Ausbau und zur Umstrukturierung der Hochschulbildung in den förderungsberechtigten Ländern bestimmt.

Die Kommission vereinbart zusammen mit den zuständigen Behörden der einzelnen förderungsberechtigten Länder die Prioritäten und detaillierten Ziele, die TEMPUS III im Rahmen der jeweiligen nationalen Strategie für eine Wirtschafts- und Sozialreform erfüllen soll.

Die Kommission führt TEMPUS III gemäß ihren Zielen und Prioritäten durch. Dabei wird sie von einem beratenden Ausschuss unterstützt, dem ein Vertreter aus jedem Mitgliedstaat angehört und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.

Die Kommission arbeitet zusammen mit

  • den Stellen, die in jedem der förderungsberechtigten Länder eingerichtet oder benannt werden, um die für eine wirksame Durchführung von TEMPUS III notwendige Koordinierungsarbeit zu leisten;
  • den zuständigen nationalen Stellen, die von den Mitgliedstaaten benannt werden.

Die Kommission gewährleistet die Kohärenz und Komplementarität von TEMPUS III mit den anderen Aktionen, die auf EU-Ebene im Rahmen der Unterstützung der förderungsberechtigten Länder durchgeführt werden, insbesondere mit der Tätigkeit der Europäischen Stiftung für Berufsbildung der Europäischen Stiftung für Berufsbildung. Ferner sorgt die Kommission für eine angemessene Koordination mit den Aktionen, die von Nichtmitgliedstaaten oder von Hochschulen und Unternehmen in diesen Staaten durchgeführt werden. Diese Aktionen können auch eine Teilnahme unterschiedlicher Art an TEMPUS-III-Projekten beinhalten.

BEZUG

RechtsaktDatum des Inkrafttretens – Datum des AußerkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt

Beschluss 99/311/EG

29.04.1999 – 31.12.2006

-

ABl. L 120 vom 8.5.1999

Ändernde RechtsakteDatum des Inkrafttretens - Datum des AußerkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt

Entscheidung 2000/460/EG

22.07.2000 – 31.12.2006

-

ABl. L 183 vom 22.7.2000

Verordnung (EG) Nr. 2666/2000

07.12.2000 – 31.12.2006

-

ABl. L 60 vom 7.12.2000

Entscheidung 2002/601/EG

27.06.2002 – 31.12.2006

-

ABl. L 195 vom 24.7.2002

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Bericht der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionenvom 28. April 2010 - Bericht über die externe Ex-post-Bewertung der dritten Phase des Programms TEMPUS 2000-2006 [KOM(2010) 190 endg. – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].
Das Programm Tempus III wurde im Hinblick auf seine allgemeinen, spezifischen sowie operativen Ziele und insbesondere im Hinblick auf sein wichtigstes Ziel, die Reform und die Modernisierung des Hochschulwesens auf institutioneller Ebene zu fördern, als relevant anerkannt. Durch den „Bottom-up“-Ansatz des Programms konnten nationale Prioritäten festgelegt und die verschiedenen Aspekte des Reformprozesses berücksichtigt werden. TEMPUS spielte auch in anderen Politikfeldern in der Europäischen Union und bei anderen EU-Programmen eine wichtige und komplementäre Rolle, auch wenn die Komplementarität zwischen TEMPUS und Erasmus Mundus verbesserungsbedürftig war.
Die finanzielle Ausstattung der Projekte wurde zwar als ausreichend angesehen, aber allgemein wurde die Höhe der für Tempus III bereitgestellten Fördermittel im Hinblick auf die Verwirklichung der hoch gesteckten Programmziele für zu gering befunden. Trotzdem galt Tempus, insbesondere aufgrund seiner multilateralen Natur, seines Projektansatzes und seiner Verwaltungsmechanismen als kosteneffizientes Programm.
Tempus III trug im hohen Maße zur Entwicklung des Hochschulwesens bei. Ebenso trug es zu einer breiteren gesellschaftlichen Relevanz der Hochschulbildung bei, etwa durch die Verbesserung der Verbindungen zwischen Hochschulbildung, Unternehmen, Forschung und Innovation sowie durch die Förderung des Verständnisses zwischen und die Annäherung an Kulturen. Lehrkräfte haben besonderen Nutzen aus ihrer Beteiligung an dem Programm gezogen. Der Lehrbetrieb wurde deutlich modernisiert und stärker auf die Bedürfnisse der Gesellschaft und des Arbeitsmarktes abgestimmt. Die Hochschuleinrichtungen in der EU profitierten am meisten von der stärkeren Internationalisierung. Das Programm wirkte sich auch positiv auf die Neubelebung regionaler Kooperationen zwischen den Partnerländern aus. Der Umfang, die Ziele und die Art des Programms machten aus Tempo eine Qualitätsmarke.
Das Programm erzielte folgende nachhaltige Ergebnisse:

  • neu erworbenes Wissen durch Projekte und bessere Kenntnis von Studienfächern;
  • bessere Arbeitspraxis, verbesserte Lehr- und Führungskompetenzen;
  • höhere Sensibilisierung für andere Kulturen und EU-Institutionen;
  • Einführung neuer Studienpläne;
  • Schaffung einer innovativeren Kultur an den Hochschuleinrichtungen.

Darüber hinaus förderte das Programm die Entstehung nachhaltiger Partnerschaften im Hochschulbereich zwischen EU- und Partnerländern. Zudem gibt es ein starkes finanzielles Engagement seitens beteiligter Akteure mit der Absicht, die Aktivitäten fortzuführen und die durch das Programm geschaffenen Netzwerke zu erhalten.
Dennoch sind noch weitere Anstrengungen zur Reform des Hochschulwesens und der Hochschulstrukturen erforderlich. Deshalb enthält dieser Bericht eine Reihe von Empfehlungen, die beim Programm Tempus IV berücksichtigt werden sollten.

Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 16. Juli 2007 – Bericht über die Umsetzung der dritten Phase des Programms Tempus im Jahr 2006 [KOM(2007) 420 endg. – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].
Der Haushalt des Programms TEMPUS belief sich für 2006 auf 53,45 Mio. EUR. Das Programm hatte drei Schwerpunkte. Zwecks einer besseren Verbreitung und Nutzung der Programmergebnisse hat die Generaldirektion (GD) EAC verschiedene Instrumente wie z. B. eine neue Broschüre, neue Werbeträger, eine DVD „TEMPUS in Aktion“ usw. eingesetzt. In den meisten Partnerländern sowie in einer Reihe von EU-Mitgliedstaaten wurden Informationskampagnen organisiert. Darüber hinaus hat sich die Kommission auf regionale Studien und Konferenzen wie die in Amman (Jordanien) im April 2006 gestützt. Der Ausbau der Kontrollen vor Ort geht mit einer Stärkung der Rolle der Regionalbüros einher. Vom Herbst 2005 bis zum Frühjahr 2006 nahmen diese Regionalbüros bei fast 80 Projekten Kontrollen vor, während Mitarbeiter der Europäischen Stiftung für Berufsbildung (European Training Foundation, ETF) und Sachbearbeiter der GD EAC in diesem Zeitraum gemeinsam rund 30 Projekte prüften. Die Kommission merkt abschließend an, bei den Verpflichtungsermächtigungen und den Zahlungsermächtigungen sei im Großen und Ganzen der Zeitplan eingehalten worden.

Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 25. August 2006 – TEMPUS-Jahresbericht 2005 [KOM(2006) 491 endg. – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].
Die Programmschwerpunkte von TEMPUS wurden 2005 korrekt durchgeführt. Im Hinblick auf die verstärkte Einbindung der nationalen Behörden in die Programmdurchführung hat TEMPUS gezeigt, dass das Programm ein wichtiges Versuchsfeld für die Zusammenarbeit und die in den Partnerländern durchgeführten Reformen ist. Die Kommission hat einen neuen Ansatz zur Einbindung der nationalen Bildungsministerien entwickelt, indem sie diese an der Berechnung der von den Projekten erzielten Gesamtpunktezahl beteiligt, was der Endauswahl ein größeres Gewicht verleiht.
Was die Stärkung der Rolle der Nationalen TEMPUS-Büros (NTB) betrifft, so haben diese eine wesentliche Aufgabe, indem sie die Programmnutzer und die Kommission über die laufenden Projekte unterrichten. 2005 hat die Kommission ihre Zusammenarbeit mit dem Netz der NTB verstärkt, insbesondere bei der Ausarbeitung der Arbeitsprogramme der Büros und ihrer engeren Einbindung an die Arbeit vor Ort, in Ergänzung der technischen Unterstützung der Kommission. Die Kommission hat neue Büros für Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan ausgewählt und das Büro für Russland eröffnet; Ende 2005 hatten alle Büros ihre Arbeit aufgenommen. Eine der obersten Prioritäten bei der Konsolidierung der Programmverwaltung war die Straffung der Finanzverwaltung, die im Jahr 2003 infolge des Inkrafttretens der neuen Haushaltsordnung von der Europäischen Stiftung für Berufsbildung an die Kommission überging. Die Mobilitätsstipendien wurden von 800 auf 150 pro Jahr verringert, um die Verwaltung überschaubar zu gestalten. Im Hinblick auf eine vereinfachte Verwaltung der Einzelzuschüsse für Mobilitätsmaßnahmen wurde der Leitfaden für Antragsteller dahingehend geändert, dass diese Zuschüsse als Stipendien im Sinne der Haushaltsordnung gelten und der Gesamtbetrag des Zuschusses als einmalige Zahlung an die erfolgreichen Antragsteller geleistet werden kann. Nach den Empfehlungen der Halbzeitbewertung setzte die Kommission ein ehrgeiziges Programm von Vor-Ort-Kontrollen um, mit einem Zielwert von 10 % der laufenden Projekte und mehr als 50 Besuchen. Die Ergebnisse der Bewertung waren insgesamt positiv, was die Leistungsfähigkeit, die Zielsetzungen und die Relevanz der meisten besuchten Projekte für die nationale Reformagenda betrifft. Die NTB sollen 60 % der laufenden Projekte kontrollieren. Die Planung der Vor-Ort-Kontrollen 2005/2006 wurde im Herbst 2005 festgelegt; an diesen Kontrollen sind die Kommission, Experten der Europäischen Stiftung für Berufsbildung und die NTB beteiligt, was der Kommission einen besseren Blick auf die Verhältnisse am Ort verschafft. Die präventive Projektsteuerung („preventive monitoring“) wurde in Form eines Schulungs- und Netzwerkseminars für Koordinatoren von TEMPUS/TACIS-Projekten angegangen, welche im Jahr 2004 ausgewählt worden waren. Es wurden fünf Auswahlverfahren, die großen Anklang gefunden hatten, zum Abschluss gebracht, und zwar für gemeinsame europäische Projekte (Lehrplanentwicklung, Hochschulmanagement sowie Auf- und Ausbau von Institutionen für ein breites Spektrum von Bereichen), strukturelle und ergänzende Maßnahmen (Gestaltung von Qualitätssicherungssystemen, Einführung von Kredittransfermechanismen, Aktualisierung von Studienprogrammen, Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien und Intensivierung der internationalen Beziehungen, alles klar mit den Aktionslinien des Bologna-Prozesses verknüpft) sowie Einzelzuschüsse für Mobilitätsmaßnahmen (Weiterbildungs- und Studienaufenthalte, gefolgt von Vorbereitungstätigkeiten für gemeinsame europäische Projekte und der Teilnahme an themenspezifischen Konferenzen und Seminaren). Im Jahr 2005 war ein Gesamtbetrag in Höhe von ca. 57 Mio. EUR veranschlagt; für die ausgewählten Projekte wurden Zuschüsse in Höhe von insgesamt ca. 51,7 Mio. EUR vergeben. Zum Zwecke einer besseren Verbreitung der Programmergebnisse wurde die TEMPUS-Website grundlegend überarbeitet und wird regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Sie ist auch Ergebnis von Studien. Die Studie über die Zukunftsfähigkeit von Hochschulprogrammen wurde Ende 2005 fertig gestellt; mit ihrer Hilfe können Antragsteller und Projektkoordinatoren Faktoren ermitteln, welche die Zukunftsfähigkeit internationaler Kooperationsprojekte in der Hochschulbildung fördern und sichern. Die Studie hat ein neues Instrument hervorgebracht, nämlich einen Leitfaden für die Durchführbarkeit, und eine Werbebroschüre. Weitere folgende thematische Studien wurden im Jahr 2005 mit Unterstützung der Europäischen Stiftung für Berufsbildung auf den Weg gebracht:

  • eine Studie über die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen, mit dem Ziel, Trends und Entwicklungen bei der Zusammenarbeit Hochschulen/Unternehmen in den Partnerländern zu analysieren und die Bedeutung dieser Zusammenarbeit für die Studierenden herauszustreichen;
  • Folgenabschätzungen zur Veranschaulichung der Wirkung von TEMPUS auf die Hochschuleinrichtungen, auf Einzelpersonen im Hochschulwesen und auf die mit dem Hochschulsystem in Verbindung stehenden Organisationen in den Partnerländern, mit dem Ziel, die Verbreitung von Informationen über die bisherigen Errungenschaften zu fördern und einen Beitrag zu den Diskussionen über das künftige TEMPUS-Programm zu leisten.

Im Rahmen der Werbestrategie für das Programm wurde ein Video zum Thema „TEMPUS in Aktion“ mit Interviews mit Projektteilnehmern in Auftrag gegeben. Auch die nationalen TEMPUS-Kontaktstellen in den Mitgliedstaaten spielten eine wichtige Rolle für die Programmdurchführung, indem sie die Mitwirkung von EU-Hochschuleinrichtungen erleichterten. Im Jahr 2005 wurden in den meisten Partnerländern sowie in einer Reihe von EU-Mitgliedstaaten TEMPUS-Informationstage organisiert.
Die Ausarbeitung des künftigen TEMPUS-Programms wird von dem Willen getragen, das Programm mit seiner vor allem auf Hochschuleinrichtungen gestützten Kooperation über 2006 hinaus zu verlängern und Studierende aus Nachbarländern einzubeziehen. Die Hochschulbildung bleibt eine Priorität der Kooperationstätigkeit der EU mit ihren Nachbarländern.

Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 18. Oktober 2005 – TEMPUS-Jahresbericht 2004 [KOM(2005) 515 endg. – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].
Die Kommission erklärt, dass der Dialog und die Beratungen mit den für Hochschulbildung zuständigen Behörden in den Partnerländern zu einer Ausweitung der nationalen Prioritäten geführt haben, die dazu beitragen dürften, die Auswirkung des Programms auf die Weiterentwicklung des Hochschulwesens in den Partnerländern zu maximieren. TEMPUS hat die Bemühungen der Partnerländer vorangebracht, mit dem Bologna-Prozess verbundene Fragen ganz oben auf die Reformagenda zu stellen. Laut der Kommission hat die verstärkte Unterstützung von Mobilitätsmaßnahmen für einzelne Hochschullehrer und die Einführung struktureller und ergänzender Maßnahmen, verknüpft mit Dialog und nationalen Prioritäten, dazu beigetragen, TEMPUS als erstklassiges Instrument zu bestätigen.

Bericht der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Rechnungshof, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 10. Februar 2005 - Das Programm TEMPUS in den Jahren 2002 und 2003 [KOM(2005) 26 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].
Die Kommission berichtet über die Durchführung des Programms TEMPUS in den Jahren 2002 und 2003. Ausgehend von sehr positiven externen Evaluierungen präzisiert die Kommission, dass im Rahmen von TEMPUS zwei parallele Prozesse zu verzeichnen waren. Zum einen die Fortführung des Prozesses zur Umgestaltung der Durchführungsmodalitäten des Programms, und zum anderen die erfolgreiche Lancierung und Konsolidierung des Programms in den Partnerländern des Mittelmeerraums (im Rahmen der Europa-Mittelmeer-Partnerschaft MEDA). Sie weist außerdem auf die Einführung eines neuen Projekttyps (strukturelle und ergänzende Maßnahmen) hin. TEMPUS wird nun in eine Konsolidierungsphase eintreten und nach Ansicht der Kommission auch unter den neuen geopolitischen Rahmenbedingungen in Europa nach der EU-Erweiterung weiter eine zentrale Rolle spielen.

Bericht der Kommission an den Rat vom 8. März 2004 zur Zwischenbewertung der dritten Phase des Programms TEMPUS [KOM(2004) 157 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass unter Berücksichtigung der Besonderheiten der begünstigten Länder (CARDS-, TACIS- und MEDA-Länder) TEMPUS zweifellos auch weiterhin ein relevantes und effizientes Instrument darstellt, wenn es gilt, den Bedürfnissen im Hochschulbereich zu entsprechen.
Sowohl in den CARDS- als auch in den TACIS-Ländern ist der Übergang zur Demokratie nur sehr bruchstückhaft vollzogen und wird der Prozess beeinträchtigt durch wirtschaftliche Stagnation, eine eingeschränkte Fähigkeit zur Umsetzung von Reformen, schlechte Sozialleistungen, Unterbrechungen bei den öffentlichen Dienstleistungen und hohe Staatsdefizite. Darunter leiden auch die öffentlichen Bildungsausgaben. In der gesamten Region der TACIS- und CARDS-Länder nehmen mehr junge Menschen als je zuvor ein Studium auf, dagegen erreichen die Fördermittel in realen Werten nur noch etwa ein Drittel der Beträge von vor zehn Jahren. Auch in vielen der MEDA-Länder, die allerdings über einen völlig anderen historischen Kontext verfügen, wurde die Hochschulbildung durch starke Unterfinanzierung in Mitleidenschaft gezogen. In den ärmeren MEDA-Staaten wurde der chronische Mangel an Finanzmitteln durch die in der internationalen Gebergemeinschaft vorherrschende Ansicht, dass sich eine Finanzhilfe im Bildungsbereich auf Grund- und Sekundarschulen konzentrieren sollte, noch verschärft. Ein solches Vorgehen wäre kostenwirksamer und würde kurzfristig eine höhere gesellschaftliche Rentabilität ergeben als Investitionen in die Hochschulbildung. Bei dieser Auffassung hat sich in jüngerer Zeit ein Wandel vollzogen, inzwischen gilt eine Unterstützung der Hochschulbildung als Schlüssel zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung.
Die Kommission weist darauf hin, dass sich die Art und Weise, in der die nationalen Prioritäten für die verschiedenen Länder festgesetzt wurden, nicht wesentlich unterschieden hat, dass jedoch bezüglich Art und Präsentation der Prioritäten tatsächlich Unterschiede bestehen. Angesichts der Bedeutung der Festsetzung nationaler Prioritäten für den Erfolg des Programms ermutigt die Kommission die Hochschuleinrichtungen, ihr Wissen zur Verfügung zu stellen, um den neuen Bedürfnissen zu genügen, die aus den Prozessen des gesellschaftlichen Wandels entstehen.
Insgesamt hat TEMPUS die erwarteten Ergebnisse in Bezug auf die Auswirkungen auf die Hochschulreformen erreicht. So haben die gemeinsamen europäischen Projekte im Hochschulbereich insbesondere Änderungen bei den Rechts- und Verwaltungsvorschriften vorangebracht. Auch fördern sie die Öffnung der Hochschuleinrichtungen und ihre Bereitschaft zur internationalen Zusammenarbeit; die Reform der Verwaltung der Institutionen; die Lehrplanentwicklung; die Aus- und Weiterbildung der Entscheidungsträger; und die nachhaltigen Partnerschaften zwischen Hochschuleinrichtungen in der EU und den förderberechtigten Ländern.
Um die Wirkung des Programms zu verstärken, werden im Bericht eine noch stärkere Konzentration auf den Informationsaustausch, die Verbreitung der Ergebnisse sowie intensivere Beziehungen zwischen Hochschulen und Unternehmen mit einem deutlichen Schwerpunkt auf der Beschäftigungsfähigkeit vorgeschlagen. Im Bericht wird ferner die Integration der gemeinsamen europäischen Projekte von TEMPUS mit den Programmen für die Lehrerausbildung und die Verbreitung innovativer Ergebnisse vorgeschlagen. Der Bericht erkennt die jüngsten Bemühungen der Kommission um eine Straffung der Verfahren zwar an, fordert jedoch flexiblere Regeln für die Auftragsvergabe und die finanzielle Abwicklung.

Bericht der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Rechnungshof, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 18. Februar 2003 - TEMPUS - Jahresbericht 2001 [KOM(2003) 90 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].
Der Bericht stellt allgemein fest, dass die Einbeziehung der CARDS-Länder in das Programm TEMPUS zu einer beträchtlichen Zunahme der eingereichten Vorschläge geführt hat. Ferner wird die Bedeutung der von der Kommission eingeleiteten Reform der Programmverwaltung und der Verfahren hervorgehoben.

Bericht der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Rechnungshof, den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 17. Juni 2002 - TEMPUS (Phare/CARDS und Tacis) Jahresbericht 2000 [KOM(2002) 0323 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].
Im Bericht wird auf die führende Rolle verwiesen, die von den Hochschulen in Südosteuropa bei der Förderung des gegenseitigen Verständnisses über kulturelle und ethnische Grenzen hinweg und im Hinblick auf eine effizientere Nutzung der Humanressourcen durch eine verstärkte akademische Kooperation auf regionaler Ebene gespielt werden kann.

Letzte Änderung: 08.07.2010

Siehe auch

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