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Ausgabe von Euro-Münzen

Die Europäische Union (EU) legt die Vorschriften für die Ausgabe von EuroMünzen, die für den Umlauf bestimmt sind, einschließlich Gedenkmünzen fest.

RECHTSAKT

Verordnung (EU) Nr. 651/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli 2012 über die Ausgabe von Euro-Münzen.

ZUSAMMENFASSUNG

Die Mitgliedstaaten können zwei Arten Euro-Münzen ausgeben: Umlaufmünzen und Sammlermünzen.

Umlaufmünzen

Umlaufmünzen werden zum Nennwert ausgegeben und in Umlauf gebracht.

Ein geringer Anteil kann zu einem über dem Nennwert liegenden Preis in Verkehr gebracht werden, wenn dies durch eine besondere Qualität der Münze, eine besondere Verpackung oder damit verbundene zusätzliche Dienstleistungen gerechtfertigt ist.

Jeder Mitgliedstaat, dessen Währung der Euro ist, darf pro Jahr zwei Gedenkmünzen ausgeben, außer wenn:

  • Gedenkmünzen von allen Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist, gemeinsam ausgegeben werden, oder
  • eine Gedenkmünze ausgegeben wird, wenn die Position des Staatsoberhaupts vorübergehend nicht oder nur vorläufig besetzt ist.

Die gesamte Prägeauflage der in Umlauf gebrachten Gedenkmünzen je Ausgabe darf die höhere der beiden folgenden Obergrenzen nicht überschreiten:

  • 0,1 % der kumulierten Gesamtnettozahl der 2-Euro-Münzen, die von allen Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist, bis Anfang des der Ausgabe der Gedenkmünze vorausgegangenen Jahres in Umlauf gebracht worden sind; Diese Obergrenze kann auf 2,0 % der kumulierten Gesamtnettozahl der 2-Euro-Münzen aller Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist, angehoben werden, wenn es sich um ein höchst symbolträchtiges Ereignis handelt, oder
  • 5,0 % der kumulierten Gesamtnettozahl der 2-Euro-Münzen, die von dem betreffenden Mitgliedstaat bis Anfang des der Ausgabe der Gedenkmünze vorausgegangenen Jahres in Umlauf gebracht worden sind.

Sammlermünzen

Sammlermünzen gelten nur im Ausgabemitgliedstaat als gesetzliches Zahlungsmittel. Der Ausgabemitgliedstaat muss auf der Münze klar angegeben und leicht zu erkennen sein.

Um von Umlaufmünzen unterschieden werden zu können, müssen Sammlermünzen sämtliche der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Sie müssen einen anderen Nennwert haben als Umlaufmünzen;
  • ihre Darstellungen dürfen keine Ähnlichkeit mit den gemeinsamen Seiten von Umlaufmünzen aufweisen;
  • sie müssen sich bei mindestens zwei der drei Merkmale Farbe, Durchmesser und Gewicht deutlich von den Umlaufmünzen unterscheiden, und
  • sie dürfen keine Randprägung mit feiner Wellenstruktur oder die Form einer „Spanischen Blume" aufweisen.

Sammlermünzen können zum Nennwert oder zu einem über dem Nennwert liegenden Preis in Verkehr gebracht werden.

Die Mitgliedstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, damit kein Anreiz besteht, Sammlermünzen als Zahlungsmittel zu verwenden.

Konsultationen vor der Vernichtung von Umlaufmünzen

Vor der Vernichtung von Umlaufmünzen konsultieren die Mitgliedstaaten einander und informieren die Leiter der Münzprägeanstalten der Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist.

BEZUG

RechtsaktDatum des InkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt
Verordnung (EU) Nr. 651/2012

16.8.2012

-

ABl. L 201 vom 27.7.2012

Letzte Änderung: 04.02.2013
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