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Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus

1) ZIEL

Schaffung eines strategischen Rahmens für die Maßnahmen der Europäischen Kommission im Tourismussektor in den Entwicklungsländern, um zu gewährleisten, dass der Tourismus sich in diesen Ländern nachhaltig entwickeln und langfristig positive Auswirkungen zeigen kann.

2) RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament - Strategie der Europäischen Gemeinschaft zur Förderung der Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in den Entwicklungsländern [KOM(1998) 563 endg./2 - nicht im Amtsblatt veröffentlicht.

3) INHALT

Rolle des Tourismus

Der Tourismus hat sich in der Weltwirtschaft zu einem sehr wichtigen und dynamischen Sektor entwickelt, vor allem für die Entwicklungsländer. Sein Wachstum wirkt sich nicht nur auf die mit dem Tourismus verbundenen Aktivitäten aus (vor allem im Privatsektor), sondern auch auf andere Sektoren, zum Beispiel den Verkehr. Er ermöglicht die Schaffung von Arbeitsplätzen für verschiedene gesellschaftliche Schichten, Fach- und Hilfskräfte und Personen, die oft vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt werden, zum Beispiel Frauen.

In einigen Entwicklungsländern ist der Tourismus bereits ein wichtiger und dynamischer Sektor und wird dies auch in anderen Ländern werden. Die Möglichkeiten dieses Phänomens sind zu nutzen, es ist jedoch auch darauf zu achten, dass der Sektor sich nicht in unkontrollierter Weise entwickelt und die natürliche Umgebung oder das soziale und kulturelle Leben des Landes bedroht. Eine unkontrollierte Entwicklung des Sektors könnte seine langfristige Entwicklung gefährden.

Akteure
Der Tourismus ist eine nahezu vollständig dem Privatsektor vorbehaltene Aktivität, sowohl im Bereich der großen als auch bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Die Rolle der öffentlichen Hand ist jedoch zu berücksichtigen. Die politische Stabilität, eine gute Umweltpolitik, Sicherheit usw. sind wichtige Faktoren, um Touristen anzuziehen, und die öffentlichen Behörden sind in hohem Maße für diese Bereiche zuständig.

Bei der Europäischen Gemeinschaft zeigt sich die zunehmende Bedeutung des Sektors in ihrer Entwicklungspolitik, und sie ist ein wichtiger Geber in diesem Bereich.

Ziele und Mittel
Die Europäische Kommission hat frühere Maßnahmen in diesem Bereich geprüft und kam zu verschiedenen Schlüssen, zum Beispiel:

  • Die Maßnahmen konzentrierten sich zu stark auf den Tourismus und vernachlässigten die Umwelt- und sozialen Aspekte;
  • Die Wahl der Ansprechpartner war zu begrenzt. Die nationalen Fremdenverkehrsbüros und Behörden für den Tourismus sind in der Tat die wichtigsten Ansprechpartner. Diese Gruppe ist zu erweitern durch mehr Ansprechpartner im Privatsektor, in Nichtregierungsorganisationen und bei den auf verschiedenen geografischen Ebenen beteiligten Akteuren (regional, lokal usw.).

Eine kohärentere und globalere Strategie ist erforderlich.

Die wichtigsten Ziele der Unterstützung der Europäischen Kommission sind:

  • Förderung einer nachhaltigen Entwicklung des Tourismus.
    Unterstützung der Schaffung positiver Bedingungen für die nachhaltige Entwicklung, um Umwelt und Bevölkerung zu schützen. Die Strategie der Kommission bezieht auch Sextourismus mit Kindern ein.
  • Unterstützung der öffentlichen Verwaltungen bei der Planung und Durchführung ihrer Politiken in diesem Bereich sowie Gewährleistung effizienter Folgemaßnahmen.
    Die Kommission bietet vor allen Dingen technische Hilfe, damit die Regierungen der Empfängerländer Politiken für einen nachhaltigen Tourismus fördern können. Dazu gehört die Schaffung des erforderlichen rechtlichen und institutionellen Rahmens, die Unterstützung der Entwicklung der Humanressourcen, der Erhalt des nationalen Erbes und die Verbesserung der Infrastrukturen. Die technische Hilfe ist ebenfalls für die Verbesserung der Informations- und kommerziellen Organisationsstrukturen des Sektors verantwortlich.
  • Beitrag zur Konsolidierung der Rolle der Tourismusindustrie in einer freien und wettbewerbsorientierten Marktwirtschaft modernen Zuschnitts.
    Die Zusammenarbeit im Privatsektor ist zu fördern, und direkte Unterstützung ist solchen KMU zu gewähren, die einen messbaren Beitrag für diesen Sektor leisten.

Grundprinzipien für die Durchführung der Strategie
Beim Tourismus handelt es sich um einen zersplitterten und komplexen Sektor mit engen Verbindungen zu verschiedenen anderen Sektoren. Der Ansatz der Kommission muss dieser Komplexität und jedem einzelnen Land Rechnung tragen. Bei den Empfängerländern wird es sich vor allem um Entwicklungsländer handeln, die Kooperationsabkommen mit der Kommission geschlossen haben, in denen auch der Tourismus einbezogen wird.

Die Strategie muss auf folgenden Prinzipien beruhen:

  • Definition des Unterstützungsrahmens für das betreffende Land.
    Die Entwicklung des Tourismussektors ist von Land zu Land verschieden. Die Strategie für ein Land beruht auf der Analyse des Sektors und zielt unter anderem auf die Bestimmung der Wirtschaftlichkeit der Entwicklung des Tourismus ab. Ferner ist die Hilfe am Entwicklungsniveau und den Bedürfnissen (langfristige Hilfe, Hilfe für einen Sektor oder ein globalerer Ansatz usw.) auszurichten.
  • Einbeziehung verschiedener Akteure
    Bei der Umsetzung der Strategie geht es vor allem darum, eine Partnerschaft zwischen der öffentlichen Verwaltung und dem Privatsektor zu fördern, Abkommen zur Kofinanzierung zwischen der Kommission und den Empfängerländern abzuschließen und lokale Initiativen zu unterstützen. Die Maßnahmen der Kommission werden von oben nach unten durchgeführt, um so viele Akteure wie möglich einzubeziehen.
  • Anregung der regionalen Zusammenarbeit
    Die regionale Zusammenarbeit kann von großem Nutzen sein, vor allem für kleine Länder, da sie Skaleneffekte, gemeinsame Lösungen für Probleme und den Austausch guter Arbeitspraktiken ermöglichen.

Kohärenz, Koordination und Komplementarität
Die Strategie muss mit den übrigen Strategien und Politiken der Europäischen Kommission in Einklang stehen und muss sich auf den gemeinschaftlichen Besitzstand im Bereich Tourismus stützen. Ferner ist Kohärenz zwischen allen Gebern zu gewährleisten. Die Kommission muss jedoch die Führungsrolle übernehmen, da sie über sehr viel Erfahrung verfügt und der größte Geber in diesem Sektor ist.

4) DURCHFÜHRUNGSMASSNAHMEN

5) WEITERE ARBEITEN

Letzte Änderung: 02.06.2006
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