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Kennzeichnung von Schuhen

Die Kennzeichnung von Schuherzeugnissen und ihren Bestandteilen trägt dazu bei, den Verbraucher zu verantwortungsvollerem Handeln zu veranlassen, die Industrie zu schützen und das ordnungsgemäße Funktionieren des Binnenmarktes sicherzustellen.

RECHTSAKT

Richtlinie 94/11/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24.3.1994 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Kennzeichnung von Materialien für die Hauptbestandteile von Schuherzeugnissen zum Verkauf an den Verbraucher [Siehe Änderungsrechtsakte].

ZUSAMMENFASSUNG

Die Bestimmungen über die Kennzeichnung betreffen die Bestandteile von Schuherzeugnissen sowie getrennt verkaufte Teile.

An mindestens einem Schuh (gemäß der Definition und den Beispielen in der Richtlinie) eines jeden Paares sind die Angaben über das Obermaterial, das Futter und die Decksohle sowie die Laufsohle anzubringen. Diese Angaben sind mit einheitlich festgelegten Piktogrammen oder in Form schriftlicher Hinweise entsprechend dem Anhang der Richtlinie zu dem Material zu erteilen, das 80 % der Fläche von Schuhoberteil, Futter und Decksohle des Schuherzeugnisses und mindestens 80 % des Volumens bzw. der Masse der Laufsohle ausmacht. Entfallen auf kein Material mindestens 80 %, so sind Angaben zu den beiden Hauptmaterialien des Schuherzeugnisses zu machen.

Da diese Angaben der Information dienen, muss das Etikett lesbar, haltbar und gut sichtbar sein. Der Hersteller oder sein in der Gemeinschaft niedergelassener Bevollmächtigter ist für die Anbringung des Etiketts und die Richtigkeit der Angaben verantwortlich. Die Art der Informationen ist in der Richtlinie festgelegt, auf dem Etikett dürfen aber auch ergänzende Angaben gemacht werden.

BEZUG

RechtsaktInkrafttretenTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt
Richtlinie 94/11/EG9.5.199423.9.1995ABl. L 100 vom 19.4.1994.
Ändernde(r) Rechtsakt(e)InkrafttretenTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt
Richtlinie 2006/96/EG1.1.20071.1.2007ABl. L 363 vom 20.12.2006.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Verordnung (EG) Nr. 1472/2006 des Rates vom 5. Oktober 2006 zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls und zur endgültigen Vereinnahmung des vorläufigen Zolls auf die Einfuhren bestimmter Schuhe mit Oberteil aus Leder mit Ursprung in der Volksrepublik China und Vietnam [ABl. L 275 vom 6.10.2006]

Richtlinie 2002/61/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 zur 19. Änderung der Richtlinie 76/769/EWG des Rates betreffend Beschränkungen des Inverkehrbringens und der Verwendung gewisser gefährlicher Stoffe und Zubereitungen (Azofarbstoffe) [Amtsblatt L 243 vom 11.9.2002]
Azofarbstoffe dürfen nicht in Textil- und Ledererzeugnissen wie z. B. Schuhen verwendet werden, bei denen es zu direktem und anhaltendem Hautkontakt kommen kann (Anhang I, Punkt 43.1).

Bericht der Kommission vom 7.12.2000 an den Rat, das Europäische Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen „Evaluierungsbericht über die Durchführung der Richtlinie 94/11/EG -Kennzeichnung von Materialien für die Hauptbestandteile von Schuherzeugnissen“ [KOM(2000) 812 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht]
Anhand der Angaben der Mitgliedstaaten, der Verbände der Schuhindustrie und der Verbraucherverbände wird in diesem Bericht ein Überblick über die Anwendung der Richtlinie gegeben und auf die Probleme der Wirtschaftsakteure bei ihrer Umsetzung eingegangen. Fazit dieses Berichts ist, dass die nationalen Umsetzungsmaßnahmen, die sich überwiegend am Wortlaut der Gemeinschaftsvorschrift orientieren, ausreichen, um eine korrekte Anwendung der Richtlinie sowie eine bessere Information und mehr Transparenz für den Verbraucher zu gewährleisten. Damit wurde die Zielsetzung der Richtlinie erreicht.

Weitere Informationen zur Schuhindustrie finden sich auf der entsprechenden Website der Generaldirektion Unternehmen und Industrie.

Letzte Änderung: 06.06.2008
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