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Honig

Die Europäische Union (EU) legt eine Reihe gemeinsamer Vorschriften für Honig fest. Diese Vorschriften sollen die geltenden Rechtsvorschriften für Lebensmittel ergänzen und beziehen sich auf die Zusammensetzung, die Begriffsbestimmung für Honig, Verkehrsbezeichnungen, Etikettierung, Aufmachung und Angabe der Herkunft.

RECHTSAKT

Richtlinie 2001/110/EG des Rates vom 20. Dezember 2001 über Honig.

ZUSAMMENFASSUNG

Diese Richtlinie legt gemeinsame Vorschriften für die Zusammensetzung und den Begriff „Honig“ fest. Außerdem definiert sie die verschiedenen Produktarten, die unter entsprechenden Bezeichnungen in den Verkehr gebracht werden können, sowie die Bestimmungen für die Etikettierung, Aufmachung und Herkunftsangabe.

Begriffsbestimmung

Honig wird definiert als ein natursüßer Stoff, der von Bienen der Art Apis mellifera erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Absonderungen lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindliche Sekrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydrieren und in den Waben des Bienenstockes speichern und reifen lassen.

Soll er als Honig in Verkehr gebracht oder in einem für den menschlichen Verzehr bestimmten Erzeugnis verwendet werden, muss er die Merkmale aufweisen, die in Anhang II dieser Richtlinie genannt werden.

Etikettierung

Diese Richtlinie ergänzt die allgemeinen Etikettierungsbestimmungen für Lebensmittel in Richtlinie 2000/13/EG durch die Forderung nach Angabe zusätzlicher wichtiger Informationen für den Verbraucher. So muss auf dem Etikett vor allem das Ursprungsland angegeben werden (mit flexibleren Bestimmungen für Mischungen von Honig unterschiedlicher Herkunft) sowie eine der in Anhang I festgelegten Bezeichnungen. Diese Verkehrsbezeichnungen können in bestimmten Fällen durch die einfache Bezeichnung „Honig“ ersetzt werden, sofern es sich nicht um gefilterten Honig, Wabenhonig, Honig mit Wabenteilen bzw. Wabenstücke in Honig oder Backhonig handelt.

Außerdem kann das Etikett der Honigverpackungen durch Angaben über die regionale, territoriale oder topografische Herkunft oder die Herkunft aus Blüten oder Pflanzenteilen oder sogar besondere Qualitätskriterien ergänzt werden (mit Ausnahme von „gefiltertem Honig“ und „Backhonig“).

Kontext

Die Richtlinie 2001/110/EG ist die letzte einer Reihe von fünf vertikalen Richtlinien im Bereich Lebensmittel, die von der Kommission im Juni 1996 im Rahmen der Vereinfachung vorgelegt wurden. Die anderen Richtlinien beziehen sich auf eingedickte Milch und Trockenmilch, bestimmte Zuckerarten, Fruchtsäfte und Konfitüren.

Die Richtlinie 2001/110/EG hebt die Richtlinie 74/409/EWG seit dem 1. August 2003 auf.

BEZUG

RechtsaktDatum des InkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt
Richtlinie 2001/110/EG

1.2.2002

31.7.2003

ABl. L 10 vom 12.1.2002

Letzte Änderung: 29.12.2010
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