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Gute Herstellungspraxis für Materialien und Gegenstände, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen

Die Herstellung von Materialien, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, muss seit dem 1. August 2008 nach den Vorschriften über die gute Herstellungspraxis erfolgen, die für die gesamte Europäische Union (EU) einheitlich sind. Die Herstellung muss so erfolgen, dass diese Materialien keine Gefahr für den Verbraucher darstellen und auch nicht die Zusammensetzung oder die organoleptischen Eigenschaften der Lebensmittel verändern.

RECHTSAKT

Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 der Kommission vom 22. Dezember 2006 über gute Herstellungspraxis für Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen.

ZUSAMMENFASSUNG

Mit dieser Verordnung werden Regeln für die so genannte „gute Herstellungspraxis“ * für die Materialien festgelegt, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen.

Diese gute Herstellungspraxis vereinheitlicht in der gesamten Europäischen Union (EU) die Verfahren für die Herstellung dieser Materialien auf allen Stufen, von der Herstellung bis zum Vertrieb.

Die Hersteller sind verpflichtet, ein Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollsystem (siehe unten) einzuführen. Zu diesem Zweck müssen ausführliche Regeln für die Herstellung festgelegt werden, zum Beispiel für Verfahren, bei denen Druckfarben verwendet werden.

Zu den Materialien und Gegenständen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, zählen auch Behälter und Verpackungen, aber auch alle Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, wie zum Beispiel Papier oder Karton, oder Materialien, die voraussichtlich ihre Bestandteile an Lebensmittel abgeben, zum Beispiel Druckfarben oder Klebstoffe.

Die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 enthält in Anhang I eine Liste der Materialien, für die die vorliegende Verordnung gilt: aktive und intelligente Materialien und Gegenstände, Klebstoffe, Keramik, Kork, Gummi, Glas, Ionenaustauscherharze, Metalle und Legierungen, Papier und Karton, Kunststoffe, Druckfarben, regenerierte Cellulose, Silikone, Textilien, Lacke und Beschichtungen, Wachse und Holz.

Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollsystem

Diese Verordnung verpflichtet die Hersteller zur Einführung eines Qualitätssicherungssystems (unter Berücksichtigung einer für die Einführung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung ausreichenden Zahl von Beschäftigten und der Größe des Betriebs) und eines Qualitätskontrollsystems. Das Qualitätskontrollsystem muss auch Korrekturmaßnahmen zur Beseitigung von Schwachstellen im Hinblick auf die Verwirklichung einer guten Herstellungspraxis umfassen.

Außerdem muss der Hersteller Unterlagen erstellen und aufbewahren, die Angaben zu den Spezifikationen, der Herstellungsrezeptur und den Herstellungsverfahren, soweit sie für die Konformität und die Sicherheit des fertigen Materials von Bedeutung sind, sowie Angaben zu den einzelnen Fertigungsstufen enthalten. Der Hersteller hat die Dokumentation den zuständigen Behörden auf deren Verlangen zugänglich zu machen.

Schlüsselwörter des Rechtsakts
  • Gute Herstellungspraxis (GMP): jene Aspekte der Qualitätssicherung, die gewährleisten, dass Materialien und Gegenstände in konsistenter Weise hergestellt und geprüft werden, damit ihre Konformität mit den für sie geltenden Regeln gewährleistet ist und sie den Qualitätsstandards entsprechen, die dem ihnen zugedachten Verwendungszweck angemessen sind, und ohne die menschliche Gesundheit zu gefährden oder eine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel oder eine Beeinträchtigung ihrer organoleptischen Eigenschaften herbeizuführen.

BEZUG

RechtsaktDatum des InkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt
Verordnung (EG) Nr. 2023/2006

18.1.2007

-

ABl. L 384 vom 29.12.2006

ÄNDERUNG DER ANHÄNGE

Anhang – Ausführliche Regeln für gute Herstellungspraxis
Verordnung (EG) Nr. 282/2008 [Amtsblatt L 86 vom 28.3.2008].

Letzte Änderung: 18.11.2009

Siehe auch

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