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Irreführende Werbung und vergleichende Werbung

Die europäischen Rechtsvorschriften dienen dem Schutz der Verbraucher und Gewerbetreibenden, die einen Handel oder ein Gewerbe betreiben oder ein Handwerk oder einen freien Beruf ausüben, vor irreführender Werbung und deren unlauteren Auswirkungen.

RECHTSAKT

Richtlinie 2006/114/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 über irreführende und vergleichende Werbung (kodifizierte Fassung).

ZUSAMMENFASSUNG

Diese Richtlinie schützt Gewerbetreibende und Verbraucher vor irreführender Werbung, die als unlautere Geschäftspraktik gilt. Vor diesem Hintergrund legt sie auch die Bedingungen für zulässige vergleichende Werbung fest.

Irreführende Werbung

Werbung, die die Personen, die von ihr erreicht werden, täuscht oder sie täuschen kann, ist untersagt, denn die ihr innewohnende Täuschung kann das wirtschaftliche Verhalten der Verbraucher und Gewerbetreibenden beeinflussen oder einen Mitbewerber schädigen.

Die einer Werbung innenwohnende Täuschung hängt von einer Reihe von Kriterien ab:

  • Merkmale der Waren und Dienstleistungen (Verfügbarkeit, Zusammensetzung oder Art, Verfahren der Herstellung oder Erbringung, Herkunft usw.), die von der Verwendung zu erwartenden Ergebnisse und die Ergebnisse der Qualitätstests;
  • Preis oder die Art und Weise, in der er berechnet wird;
  • Bedingungen, unter denen die Waren geliefert oder die Dienstleistungen erbracht werden;
  • Art, Eigenschaften und Rechte des Werbenden (Identität und Vermögen, Befähigungen, gewerbliche Eigentumsrechte usw.).

Vergleichende Werbung

Vergleichende Werbung nimmt unmittelbar oder mittelbar Bezug auf einen Mitbewerber oder die Erzeugnisse und Dienstleistungen, die von einem Mitbewerber angeboten werden.

Diese Art von Werbung ist nur zulässig, wenn sie nicht irreführend ist. In diesem Fall kann vergleichende Werbung ein legitimes Mittel zur Information der Konsumenten über ihren Vorteil sein. Dabei muss sie insbesondere:

  • Waren oder Dienstleistungen für den gleichen Bedarf oder dieselbe Zweckbestimmung vergleichen;
  • sich auf Waren mit der gleichen Ursprungsbezeichnung beziehen;
  • eine oder mehrere wesentliche, relevante, nachprüfbare und typische Eigenschaften dieser Waren und Dienstleistungen, zu denen auch der Preis gehören kann, objektiv vergleichen;
  • verhindern, dass sie eine Verwechslungsgefahr begründet oder dass durch sie die Marken, die Handelsnamen oder andere Unterscheidungszeichen eines Mitbewerbers herabgesetzt oder verunglimpft werden.

Rechtsbehelfe

Die Mitgliedstaaten gewährleisten, dass die Personen oder Organisationen, die ein berechtigtes Interesse haben, gerichtlich gegen eine solche Werbung vorgehen oder eine Verwaltungsbeschwerde einlegen können.

In diesem Rahmen müssen die Gerichte oder Verwaltungsbehörden der Mitgliedstaaten mit der Befugnis ausgestattet sein:

  • die Einstellung einer Werbung anzuordnen, auch wenn kein Beweis eines tatsächlichen Verlustes oder Schadens oder der Absicht oder Fahrlässigkeit seitens des Werbenden erbracht wird;
  • eine unzulässige Werbung zu untersagen, die noch nicht veröffentlicht ist.

Hintergrund

Diese Richtlinie hebt die Richtlinie 84/450/EWG auf und fasst all ihre Änderungen in einem Rechtsakt zusammen.

BEZUG

RechtsaktDatum des InkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt

Richtlinie 2006/114/EG

12.12.2007

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ABl. L 376 vom 27.12.2006

Letzte Änderung: 19.10.2011

Siehe auch

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