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Klassifizierung und Meldung von Verbraucherbeschwerden und Verbraucheranfragen

Die Kommission möchte die Erstellung statistischer Informationen zu den Beschwerden europäischer Bürger verbessern, da anhand dieser Informationen das Funktionieren des europäischen Binnenmarkts analysiert werden kann. Im Zeitraum von 2007 bis 2008 brachten 16 % der europäischen Verbraucher eine formelle Beschwerde gegen einen Gewerbetreibenden ein.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen über eine harmonisierte Methodik zur Klassifizierung und Meldung von Verbraucherbeschwerden und Verbraucheranfragen [KOM(2009) 346 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Sind europäische Verbraucher mit einer Ware oder Dienstleistung unzufrieden, haben sie die Möglichkeit, gegen den für den Verkauf des Produkts verantwortlichen Gewerbetreibenden Beschwerde einzulegen. In diesem Fall wenden sich die Verbraucher an staatliche Behörden oder nichtstaatliche Organisationen (Verbraucherverbände usw.). Die Streitsachen können sich auf einen Mitgliedstaat beschränken oder verschiedene Mitgliedstaaten der Europäischen Union(EU) betreffen.

Die nationalen und europäischen politischen Entscheidungsträger können anhand der statistischen Daten zu den Verbraucherbeschwerden das Funktionieren der Verbrauchermärkte bewerten. Diese Daten tragen insbesondere bei:

  • zu einem besseren Verständnis der Probleme, mit denen die Verbraucher konfrontiert sind, wenn sie Waren und Dienstleistungen in Europa kaufen;
  • zur Anpassung der Rechtsvorschriften zum Verbraucherschutz;
  • zur Verbesserung der Geschäftspraktiken der europäischen Unternehmen;
  • zum Vergleich der Verbrauchermärkte in den Mitgliedstaaten.

Mithilfe eines Verbraucherbarometers vergleicht die Kommission verschiedene Statistiken (Beschwerden, Preise, Verbraucherzufriedenheit, Produktsicherheit usw.).

Allerdings erfassen und klassifizieren die EU-Mitgliedstaaten diese Daten derzeit mit unterschiedlichen Methoden. Deshalb schlägt die Kommission eine EU-weit harmonisierte Methodik zur Klassifizierung der statistischen Daten vor. Diese Methodik soll von den für Verbraucherbeschwerden und Verbraucheranfragen zuständigen nationalen Stellen auf freiwilliger Basis angenommen werden.

Die Kommission schlägt eine dreiteilige Methodik vor, um folgende Daten zu erfassen:

  • allgemeine Angaben zur Beschwerde, etwa zum Land des Verbrauchers, Datum der Beschwerde und Verkaufsform;
  • branchenbezogene Angaben in drei verschiedenen Bereichen: Branche, Markt und Beschreibung des Verbrauchermarkts;
  • Informationen zur Art der Beschwerde und zu allgemeinen Fragestellungen, die die Verbraucher betreffen (etwa irreführende Werbung, Sicherheit, Dienstleistung).

Alle Organisationen, die diese Methodik anwenden, sollen ihre Daten an die Kommission unter Einhaltung der Bestimmungen zum Schutz personenbezogener Daten von Verbrauchern und Unternehmen weiterleiten.

Hintergrund

Die Kommission hat eine öffentliche Konsultation zu ihrem Entwurf einer Methodik zur Klassifizierung von Daten in die Wege geleitet.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Empfehlung der Kommission vom 12. Mai 2010 zur Verwendung einer harmonisierten Methodik zur Klassifizierung und Meldung von Verbraucherbeschwerden und Verbraucheranfragen [C(2010)3021 endg. – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].
Die Kommission empfiehlt die Einführung einer harmonisierten Methodik zur Klassifizierung und Meldung der Beschwerden und Anfragen europäischer Verbraucher.

Verordnung (EG) Nr. 2006/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Oktober 2004 über die Zusammenarbeit zwischen den für die Durchsetzung der Verbraucherschutzgesetze zuständigen nationalen Behörden („Verordnung über die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz“).
Diese Verordnung ermächtigt die Kommission zur Zusammenarbeit mit den Behörden der EU-Mitgliedstaaten, um die Verbraucherinteressen zu schützen.

Letzte Änderung: 26.03.2010
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