Rechtlicher Hinweis | Unsere Website | Neuigkeiten | Häufige Fragen | Wegweiser | Erweiterte Suche | Kontakt
Sprachen und Europa
 
EUROPA > Sprachen > Fragen und Antworten
 
Startseite
Sprachenvielfalt
Sprachenlernen
Sprachenlehren
Übersetzen
Dolmetschen
Sprachtechnologien
Neuigkeiten
Unsere Website

Fragen und Antworten

Fragen und Antworten zur Sprachenpolitik der Europäischen Union

  1. In wie vielen Sprachen arbeitet die Europäische Union?
  2. Warum hat die Europäische Union so viele Amtssprachen?
  3. Wer entscheidet darüber, welches die Amtssprachen der Europäischen Union sind?
  4. Plant die EU, die Zahl der Amtssprachen zu verringern?
  5. Wird jedes Dokument der EU in sämtliche Amtssprachen übersetzt?
  6. Wie steht es mit den anderen in den Mitgliedstaaten gesprochenen Sprachen wie Luxemburgisch, Katalanisch, Walisisch, Baskisch, Bretonisch, Sardisch?
  7. Warum einigt sich die Europäische Union nicht auf eine einzige Amtssprache?
  8. Wie viel kostet die EU ihre Politik der Mehrsprachigkeit?
  9. In welchen Sprachen ist die EUROPA-Website verfügbar?

1. In wie vielen Sprachen arbeitet die Europäische Union?

Die Europäische Union hat 23 Amtssprachen: Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch, Italienisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Schwedisch, Tschechisch und Ungarisch.

Seitenanfang

2. Warum hat die Europäische Union so viele Amtssprachen?

Da die EU eine demokratische Organisation ist, muss sie ihre Bürger, aber auch die Regierungen der Mitgliedstaaten und ihre Verwaltungen, Unternehmen und sonstige Organisationen in ihrer eigenen Sprache ansprechen. Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, was in ihrem Namen getan wird. Sie müssen sich aktiv beteiligen können, ohne zuerst eine Fremdsprache erlernen zu müssen. Außerdem erläßt die Europäische Union Vorschriften, die für alle Menschen in der EU unmittelbar gelten. Für die Bürgerinnen und Bürger und natürlich auch die nationalen Gerichte müssen diese Vorschriften in ihrer jeweiligen Muttersprache zugänglich sein, d. h. sie müssen in allen Amtssprachen vorliegen. Die Verwendung der Amtssprachen ist ein Beitrag zur Transparenz, Legitimität und Effizienz der EU und ihrer Organe. Rechtsgrundlage für die Sprachenpolitik der EU ist die Ratsverordnung Nr. 1 von 1958. Darin, bzw. in der seither mehrfach geänderten Fassung, sind die Sprachen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft aufgeführt. Diese Verordnung legt auch fest, wann und zu welchem Zweck die Amtssprachen zu verwenden sind. Im Vertrag über die Europäische Union, also im Primärrecht, ist der Grundsatz niedergelegt, dass die EU-Organe im Umgang mit Personen in den Mitgliedstaaten die von Letzteren gewählte Amtssprache verwenden müssen.

Seitenanfang

3. Wer entscheidet darüber, welches die Amtssprachen der Europäischen Union sind?

Jedes Land hat vor seinem Beitritt angegeben, welche Sprache es für EU-Angelegenheiten als Amtssprache wählt. Die entsprechende Vereinbarung wird in der Beitrittsakte festgehalten. In einigen Fällen wurden nicht alle Sprachen, die innerhalb des Mitgliedstaates Amtssprachen sind, als EU-Amtssprachen gewählt.

Seitenanfang

4. Plant die EU, die Zahl der Amtssprachen zu verringern?

Nein, im Interesse von Demokratie und Transparenz will sie das derzeitige System beibehalten. Kein Mitgliedstaat ist bereit, auf seine Sprache zu verzichten, und Beitrittsländer möchten, dass ihre Sprache in die Liste aufgenommen wird.

Seitenanfang

5. Wird jedes Dokument der EU in sämtliche Amtssprachen übersetzt?

Keineswegs. Rechtsvorschriften und Dokumente von öffentlichem Interesse, die aber nur den kleineren Teil der Arbeit der EU-Organe ausmachen, werden in allen 23 Amtssprachen veröffentlicht. Andere Dokumente (z. B. Schriftverkehr mit den nationalen Behörden, an Einzelpersonen oder Unternehmen gerichtete Entscheidungen) werden nur in die jeweils benötigten Sprachen übersetzt. Für interne Zwecke können die EU-Organe eigene sprachliche Regelungen treffen. Die Europäische Kommission beispielsweise wickelt ihre internen Vorgänge in drei Sprachen – Englisch, Französisch und Deutsch – ab und lässt nur dann Dokumente in alle Sprachen übersetzen, wenn es um Informationen für und die Kommunikation mit der Öffentlichkeit geht. Im Gegensatz dazu benötigen die Mitglieder des Europäischen Parlaments die Arbeitsunterlagen in ihrer eigenen Sprache, so dass der Dokumentenumlauf von Anfang an mehrsprachig ist.

Seitenanfang

6. Wie steht es mit den anderen in den Mitgliedstaaten gesprochenen Sprachen wie Luxemburgisch, Katalanisch, Walisisch, Baskisch, Bretonisch, Sardisch?

Gemäß einer Vereinbarung mit der spanischen Regierung sind einige Texte auch auf Katalanisch/Valenciano, Baskisch und Galizisch verfügbar.

Bei Luxemburgisch, der Nationalsprache Luxemburgs, und regionalen Sprachen bestimmter Mitgliedstaaten wie Walisisch, Samisch, Sardisch und Bretonisch haben die jeweiligen Regierungen nicht darauf bestanden, dass sie den Status einer EU-Amtssprache erhalten.

Seitenanfang

7. Warum einigt sich die Europäische Union nicht auf eine einzige Amtssprache?

Weil die meisten Menschen dann nicht in der Lage wären zu verstehen, was die EU tut. Egal auf welche Sprache die Wahl fiele, die meisten EU-Bürger würden sie nicht gut genug verstehen, um die Vorschriften befolgen oder ihre Rechte in Anspruch nehmen bzw. sich in dieser Sprache so ausdrücken zu können, dass sie sich aktiv in EU-Angelegenheiten einbringen könnten. Und für welche Sprache würden Sie sich entscheiden? Die EU-Sprache mit der größten Zahl von Muttersprachlern ist Deutsch, das außerhalb Deutschlands und Österreichs nicht viel gesprochen wird. Die EU-Sprachen mit den meisten Muttersprachlern weltweit sind Spanisch und Portugiesisch - allerdings leben die meisten von ihnen nicht in Europa. Französisch ist die Amtssprache oder eine der Amtssprachen von drei Mitgliedstaaten, wird in vielen Teilen der Welt gesprochen und in der EU in vielen Schulen unterrichtet, ist aber in Süd- und Westeuropa verbreiteter als im Norden und Osten Europas. Von den EU-Sprachen ist Englisch diejenige, die in der Union als Erst- oder Zweitsprache am weitesten verbreitet ist. Allerdings zeigen neuere Untersuchungen, dass noch immer weniger als die Hälfte der EU-Bevölkerung sie auch ausreichend beherrscht.

Seitenanfang

8. Wie viel kostet die EU ihre Politik der Mehrsprachigkeit?

Die am leichtesten anzugebenden Kosten der EU für ihre Politik der 20 Amtssprachen sind die Kosten für ihre Sprachendienste, d. h. die Übersetzer/innen und Dolmetscher/innen, die dafür sorgen, dass diese Politik auch funktioniert. Nach den neuesten Angaben (für 2005) belaufen sich die jährlichen Kosten auf 1,123 Milliarden EUR, d. h. 1 % des jährlichen Gesamthaushalts der Europäischen Union. Umgerechnet auf die Bevölkerung der EU sind das 2,28 EUR pro Person und Jahr.

Seitenanfang

9. In welchen Sprachen ist die EUROPA-Website verfügbar?

EUROPA soll Ihnen die gesuchten Informationen möglichst in Ihrer eigenen Sprache oder – je nach Art der Information – in einer Sprache bieten, die Sie verstehen. Amtliche Dokumente liegen zumindest in den Sprachen vor, die zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung Amtssprachen waren. Andere Dokumente, die rechtlich nicht verbindlich sind, werden zumeist auf Englisch, Französisch und Deutsch veröffentlicht. Allgemeine Informationen auf der Startseite, auf Seiten, auf die Sie direkt von der Startseite und den Indizes aus zugreifen können, stehen soweit möglich in den zwanzig Sprachen zur Verfügung, die vor dem 1. Januar 2007 die Amtssprachen der Europäischen Union waren: Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch. In den drei neuen Amtssprachen der erweiterten Europäischen Union der 27 (Bulgarisch, Irisch und Rumänisch) werden allgemeine Informationen veröffentlicht, sobald entsprechende Übersetzungskapazitäten vorhanden sind. Ausnahmen von dieser Regel werden nur bei dringenden Texten oder Texten mit sehr kurzer Lebensdauer gemacht. Fachspezifische Informationen werden gewöhnlich in zumindest zwei Sprachen angeboten, und zwar denjenigen, die in den entsprechenden Kreisen am meisten benutzt werden.

Seitenanfang


Rechtlicher Hinweis | Unsere Website | Neuigkeiten | Häufige Fragen | Wegweiser | Erweiterte Suche | Kontakt