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Das Potenzial bereichsübergreifender Innovationen und Partnerschaften im sozialpolitischen Bereich: die Ergebnisse einer Spitzenkonferenz

11/06/2014

Vom 19.-20. Mai 2014 hat die Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission eine Konferenz ausgerichtet, die von wichtigen Interessensvertretern verschiedener Bereiche besucht wurde. Ziel war es, das Potenzial sozialpolitischer Innovationen zu mobilisieren und zu untersuchen, um komplexe Probleme im politischen Bereich zu lösen. Im Rahmen der Veranstaltung trafen Vertreter der Zivilgesellschaft sowie von Nichtregierungsorganisationen, Akteure des öffentlichen Sektors, Privatunternehmen und Akademiker zusammen, um Beispiele sozialpolitischer Innovationen zu besprechen und die aktuellen Entwicklungen in Europa zu präsentieren. Die Moderatoren und Hauptredner betonten die Bedeutung von Partnerschaften, insbesondere, um die EU-2020-Ziele – inklusives, intelligentes und nachhaltiges Wachstum – zu erreichen. Einen vollständigen Bericht zu dieser Veranstaltung, inklusive der Vorträge, finden Sie auf der Webseite der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration.

Kernthemen, die besprochen wurden

Die zweitägige Veranstaltung drehte sich um drei zentrale Themen: die Bedeutung eines Wissensaustauschs im Zusammenhang mit sozialpolitischen Innovationen und der Entwicklung von evidenzbasierter politischer Forschung, die Infrastruktur der EU im Zusammenhang mit dem Thema sozialer Innovation und die Investment-Fonds der EU sowie die Bedeutung, die Partnerschaften im Hinblick auf Innovationen zukommt. Die einleitende Hauptrede des EU-Kommissars László Andor über zukünftige soziale Investitionen machte deutlich, dass ein wichtiges Ziel darin besteht, sicherzustellen, dass die Mitgliedstaaten die Möglichkeit haben, sozialpolitische Innovationen und Reformen umzusetzen und machte darauf aufmerksam, dass diese Konferenz die Gelegenheit sei, die Basis für die zukünftige Herangehensweise der EU an sozialpolitische Fragen zu legen. Anschließend stellte Professor Frank Vandenbroucke einen theoretischen Rahmen für die Analyse sozialer Innovation vor und argumentierte, dass sich die EU als Sozialstaaten-Union um einen stärkeren Konsens innerhalb der Sozialunion bemühen sollte. Als Sachverständiger der Kommission erklärte Dr. Lieve Fransen, dass verschiedene EU-Mitgliedstaaten die EU-Fonds bislang noch nicht hinreichend nutzen und dass es den Projektergebnissen oftmals an Transparenz fehlt. Aus diesem Grund konzentriert sich die EU darauf, in soziale Innovationen zu investieren, um Lernprozesse zu ermöglichen und Wissenstransfers zu vereinfachen. Mehrere Sprecher gingen auf die Spannungen ein, die durch die Vereinbarung von wirtschaftlichen Zwängen wie eine Maximierung der Beschäftigung und Kompromissen wie Mindestlohnregelungen etc. entstehen.

Status quo des Themas soziale Innovation in der EU

Nach den Hauptreden wurde den Konferenzteilnehmern ein Überblick über die aktuellen Maßnahmen im Bereich soziale Innovation geboten. Ihnen wurden konkrete Beispiele für unterschiedliche Initiativen im Bereich sozialer Innovation nähergebracht. Einige dieser Sitzungen konzentrierten sich insbesondere auf das Thema Jugendinklusion in Bezug auf Kinder, die sich in schwierigen Situationen befinden, auf Investitionen in Kinder und Work-Life-Balance sowie auf das Potenzial, das sich durch finanzielle Inklusion, sozial ausgerichtetes Unternehmertum und aktives Altern etc. ergibt. Diskussionsteilnehmer aus vielen verschiedenen EU-Staaten wie Spanien, Finnland, dem Vereinigten Königreich und Rumänien gaben im Zuge von Gruppensitzungen im kleinen Rahmen Einblicke in ihre Projekte. Auf diese Weise hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Das EPIC-Team (Europäische Plattform für Investitionen in Kinder) präsentierten gemeinsam mit Community Mothers eine „bewährte Praktik“, die auf der EPIC-Webseite aufgeführt wird und nahm an Sitzungen des europäischen Netzwerks sozialer Integrationsunternehmen, der portugiesischen Bank für soziale Innovationen (Banco Inovação Social) und des Europäischen Mikrofinanznetzwerks teil, in denen konkrete Beispiele für Initiativen im Bereich sozialer Innovation gegeben wurden. Die Vortragenden sprachen über einige der Herausforderungen, die sich ihnen täglich stellen, insbesondere im Zusammenhang mit Folgeprojekten und der Festlegung eines angemessenen Finanzrahmens.

Die Konferenz zu dem Thema Innovationen im sozialpolitischen Bereich im Mai 2014 gab Interessensvertretern und Akteuren aus diesem Bereich die Möglichkeit, zusammenzutreffen, um mehr über die Prioritäten und Mechanismen der EU in diesem Gebiet zu erfahren und um die Herausbildung zukünftiger Partnerschaften zu fördern, damit Europa seine Ziele erreicht.

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