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Begutachtung der Auswirkungen von Geld auf die Leistungen von Kindern, (The London School of Economics and Political Science, 2013)

05/12/2013

Neue Studien, die von der Joseph Rowntree Foundation in Auftrag gegeben wurden, untersuchen den kausalen Zusammenhang zwischen den Einkommen von Haushalten und den Leistungen von Kindern im späteren Leben. Der Bericht von Kitty Stewart und Kerris Cooper vom Centre for Analysis of Social Exclusion an der London School of Economics and Political Science (LSE)  besteht aus einer systematischen Analyse von Nachweisen anderer Ländern zu einer Reihe sozialer, schulischer, medizinischer sowie verhaltensbedingter Ergebnisse. Eine wesentliche Erkenntnis besteht darin, dass Geld tatsächlich Auswirkungen auf die Leistungen von Kindern hat: Die Beziehung zwischen dem Wohlstand von Kindern und ihren kognitiven, gesundheitlichen, sozial- und verhaltungsbedingten Ergebnissen geht weit über eine einfache Wechselbeziehung hinaus. So schneiden ärmere Kinder in den genannten Bereichen, teilweise gerade weil sie ärmer sind, schlechter ab.

 

Methoden und Umfang der Arbeit

Die Arbeit ist eine systematische Analyse von 34 Studien aus den Jahren 1988 bis 2012 und verwertet Nachweise aus den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Norwegen und Mexiko. Dabei wurde eine Reihe von Fragen aufgegriffen, wie z. B. „Macht Geld einen Unterschied?“, „Von welchem Ausmaß ist dieser Unterschied?“, „Warum spielt das Einkommen von Haushalten eine Rolle?“, „Spielt das Einkommen eine größere Rolle, als andere Faktoren, wenn ein gewisses Alter erreicht wird?“ und „Wie lange halten dies Auswirkungen an?“. Die stärksten Nachweise gab es bei den Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung und den Bildungsstand sowie auf die Entwicklung des Sozialverhaltens von Kindern. Die Autoren fanden heraus, dass die Mehrzahl der analysierten Studien positive Auswirkungen von Einkommen auf die Leistungen zahlreicher Kinder ermittelt hat – egal, ob auf schulischer Ebene (auf der US-Studien Auswirkungen auf die schulischen Leistungen festgestellt haben), auf gesundheitlicher Ebene (auf der in mexikanischen Studien eine Verbesserung des altersgemäßen BMI in Zusammenhang mit Barüberweisungen aufgezeigt wurde) oder auf Ebene des Sozialverhaltens (auf der diverse Studien einen Zusammenhang zwischen schulischen Erfolgen und höheren Haushaltseinkommen hervorgehoben haben). Die Autoren haben darüber hinaus auch Studien analysiert, in denen Belege für den Zusammenhang zwischen durchschnittlichen Leistungen und der psychischen Gesundheit in der Schwangerschaft oder dem Lernen zu Hause im weiteren Sinne vorgebracht werden.

Erkenntnisse zu Geld und Leistungen von Kindern

Einige Studien weisen darauf hin, dass die Effektgröße von Schulbildung und kognitiven Leistungen, die in Zusammenhang mit einem Anstieg des Einkommens von 1.000 USD stehen, in etwa der Effektgröße entspricht, die mit den geschätzten Auswirkungen, ähnliche Beträge für frühzeitige Bildungsmöglichkeiten oder die Schule auszugeben, einhergehen. Daten aus diesen Studien suggerieren die Annahme, dass ein Anstieg des Haushaltseinkommens die Kluft zwischen den Leistungen von Kindern mit niedrigerem sozioökonomischen Hintergrund und den Leistungen anderer Kinder erheblich verkleinert, sie allerdings nicht vollständig schließt.

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