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17. Oktober: Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut

15/10/2013

Die Begehung dieses Gedenktages stellt nicht nur eine wichtige Gelegenheit dar, das Bestreben und die Anstrengungen von Menschen zu würdigen, die in Armut leben, sondern auch eine Chance, diesen Menschen mit ihren Sorgen weltweit Gehör zu verschaffen. Die Teilhabe der Armen selbst steht im Mittelpunkt der Feierlichkeiten des Gedenktages, seit dieser von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde. In diesem Jahr steht er unter dem Thema „Zusammenarbeiten für eine Welt ohne Diskriminierung: Die Erfahrungen und das Wissen von Menschen in extremer Armut nutzen“ 

 

 

Hintergrund des Gedenktags

Der Internationale Tag für die Beseitigung der Armut wird jährlich weltweit am 17. Oktober begangen. Alles begann am 17. Oktober 1987, als sich mehr als einhunderttausend Menschen am Trocadéro in Paris versammelten – dem Ort, an dem 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen unterzeichnet worden war – um den Opfern extremer Armut, extremer Gewalt und extremen Hungers die Ehre zu erweisen. Angeführt von der Internationalen Bewegung ATD Vierte Welt, verkündeten sie, dass Armut eine Menschenrechtsverletzung darstellt und machten auf die Notwendigkeit aufmerksam, sich zum Schutz der Rechte der Armen zusammenzutun.

Mit der am 22. Dezember 1992 verabschiedeten Resolution 47/196 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 17. Oktober zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut und rief alle Staaten dazu auf, den Gedenktag konkreten Aktivitäten zur Bekämpfung von Armut und Elend zu widmen. Auch zwischen- und nichtstaatliche Organisationen wurden aufgefordert, die Regierungen der Länder bei Ihren Bemühungen zu unterstützen.

Die Stellung des Gedenktages im internationalen Kampf gegen Armut

Der Internationale Tag für die Beseitigung der Armut soll Bewusstsein für die umfangreiche Agenda zur Beseitigung von Armut schaffen, wie es in den Millennium-Entwicklungszielen und der Dekade der Vereinten Nationen für die Beseitigung der Armut festgehalten ist.Auf dem Millenniumsgipfel im Jahr 2000 haben die führenden Weltmächte den  Kampf gegen Armut zu einem der acht Millennium-Entwicklungszielen erklärt und sich selbst dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2015 den Anteil der Menschen um die Hälfte zu reduzieren, die in extremer Armut leben und weniger als den Gegenwert von 1,25 US-Dollar pro Tag zur Verfügung haben. Mehr als ein Jahrzehnt später gibt es bedeutsame Fortschritte. So wurde das Ziel, die Anzahl derer zu verringern, die in extremer Armut leben, erreicht. Darüber hinaus ist die UN-Maßnahme, den Anteil der Menschen, die Hunger leiden, im Vergleich zu 1990 zu halbieren, auf dem richtigen Weg.

Trotz dieser wichtigen Fortschritte, hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon noch einmal betont, dass Gemeinden auf der ganzen Welt sich auch weiterhin Herausforderungen in Zusammenhang mit Armut stellen müssen, die wiederum den Zugang zu Bildung, sicheren Arbeitsplätzen, die Gleichstellung der Geschlechter sowie die Gesundheit von Müttern und Kindern beeinflussen. Aus einem Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vom 1. Oktober 2013 geht hervor, dass 842 Millionen Menschen Hunger leiden. Im Fortschrittsbericht zu den Millenniums-Entwicklungszielen aus dem Jahr 2012 zeigten sich die Vereinten Nationen besorgt darüber, dass mehr als 60 Millionen Kinder im Grundschulalter nach wie vor nicht zur Schule gehen. Und obwohl das Ziel, bis zum Jahr 2015 den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verbessern, bereits erreicht wurde, mangelt es noch immer für mehr als 600 Millionen an Zugang zu sauberen Wasserquellen und mehr als zwei Milliarden Menschen haben bislang keinen Zugang zu verbesserten sanitären Einrichtungen.

Die zweite UN-Dekade (von 2008 bis 2017) legt den Fokus vor allem auf folgende Schwerpunktbereiche: 1) Beschäftigung, inklusive Jugendbeschäftigung und erwerbsarme Bevölkerung („working poor“), 2) sozialer Schutz, angesichts der derzeitigen globalen Krise insbesondere für schutzlose und benachteiligte Gruppen, 3) Unterstützung nachhaltig agierender Unternehmen, 4) Gleichstellung der Geschlechter, 5) Arbeitsnormen und Rechte bei der Arbeit sowie 6) sozialer Dialog.

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