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UN veröffentlichen Weltjugendbericht: „Youth Employment - Youth Perspectives on the Pursuit of Decent Work in Changing Times”

26/07/2013

Das Titelbild des zweimal jährlich veröffentlichten Berichts der UN zeigt Kinder, die den Leser direkt anschauen und dabei Kameras hochhalten, ganz so, als wollten sie ihrer Sicht in einem Schnappschuss auf die Welt einfangen.  Dieses Titelbild greift das zentrale Thema dieses Berichts auf: Die Perspektiven der heutigen Jugend in den Fokus zu rücken und deutlich zu machen, wie junge Menschen ihre eigenen Pfade in der Welt im Hinblick auf den Übergang zwischen Schulausbildung und Eintritt in die Arbeitswelt sehen.

young person not in education, employment, or training

Steigende Jugendarbeitslosigkeit weltweit

Die weltweite Jugendarbeitslosenquote steigt stetig an und lag im Jahr 2010 mit 12,6 Prozent deutlich über der weltweiten Erwachsenenarbeitslosenquote von 4,8 Prozent.  Junge Menschen verfügen oftmals über geringere Fertigkeiten und weniger Arbeitserfahrung, auf die sie zurückgreifen können, was sie im Hinblick auf Zugang zu Arbeit vor Herausforderungen stellt.  Meistens gehören sie zu den Letzten, die eingestellt werden und zu den Ersten, denen gekündigt wird.  Und selbst wenn sie eine Anstellung finden, sehen sie sich bei beruflicher Weiterbildung und beruflichem Fortkommen Problemen gegenüber gestellt.  Junge Menschen machen 23,5 Prozent der erwerbsarmen Bevölkerung („Working Poor“) aus.

Jugendliche und Arbeitslosigkeit: Ihre Ansichten und die derzeitige Lage

Dieser Bericht stellt eine Online-Debatte in den Mittelpunkt, bei der junge Menschen auf der ganzen Welt und Köpfe von Jugend-Selbstorganisationen die Möglichkeit hatten, sich über den Übergang der Jugendlichen zwischen Schule und Ausbildung in die Arbeitswelt auszutauschen.  Die Debatte fand vom 11. Oktober bis 7. November 2011 auf einer Plattform des Kommentarsystems „IntenseDebate“ statt.  Hier konnten Teilnehmer der Debatte Ideen in Bezug auf ihre eigenen Erfahrungen austauschen und Ratschläge dazu geben, sich auf die Arbeitswelt vorzubereiten, einen Arbeitsplatz zu finden und diesen dann zu halten.  Viel zu häufig werden die Stimmen dieser jungen Menschen und Interessengruppen, die auf die Sicherung von Arbeitsplätzen für Jugendliche hinarbeiten, an den Rand gedrängt.  Ihre Stimmen werden in diesem Bericht absichtlich ins Rampenlicht gerückt, damit Jugendthemen erörtert werden können und im Anschluss entsprechend gehandelt werden kann.  Die Debatte wurde überwiegend auf Englisch geführt, jedoch gab es auch Beiträge auf Französisch und Spanisch, die ebenfalls willkommen waren; diese Beiträge wurden übersetzt und dann auf der Plattform veröffentlicht.

Im Lauf der Debatte brachten die jungen Teilnehmer ähnlich gelagerte Sorgen zum Ausdruck.  Zu diesen Sorgen gehörten die Qualität der Bildung und ob junge Leute auch die Fähigkeiten erlernen, auf die es am Arbeitsplatz ankommt.  Die Jugendlichen brachten auch ihren Missmut über die hohen Arbeitslosenquoten zum Ausdruck.  Darüber hinaus beklagten sie auch, dass sie – sobald sie einen Arbeitsplatz bekommen – sehr häufig nur befristete Arbeitsverträge erhalten, geringe Einkommen erzielen, unter schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten, lange Arbeitszeiten hinnehmen müssen und keine Zusatzleistungen erhalten.  Während darüber debattiert wurde, dass Zu- und Abwanderung ihnen helfen kann, Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten zu erhalten, brachten die jungen Leute auch zum Ausdruck, dass sie der Auffassung sind, dass ihre eigenen Regierungen/Länder versagen, wenn es um Unterstützung und Ansprechpartner für Sorgen geht.

Es ist nachgewiesen, dass gute Arbeitsplätze langfristig dazu beitragen, dass ein junger Mensch erfolgreich im Arbeitsleben ist, einen Einfluss auf das Wohlergehen der Familie und auf die breitere Wirtschaft und Gesellschaft haben.  Aktuelle Sparmaßnahmen, die zur Reduzierung öffentlicher Ausgaben im Beschäftigungs- und Bildungssektor beitragen sollen, sind möglicherweise mit für eine gestiegene Arbeitslosigkeit verantwortlich.  Was junge Menschen brauchen und verdienen, sind Finanz- und Sozialinvestitionen, damit sie die Möglichkeit haben, ihr Potential voll auszuschöpfen und einen positiven Beitrag in ihren Gemeinden und in der Gesellschaft zu leisten.

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