Navigationsleiste

Weitere Extras

  • Druckversion
  • Text verkleinern
  • Text vergrößern

Europäische Kommission veröffentlicht Fortschrittsbericht zu den Barcelona-Zielen

04/07/2013

Am 3. Juni 2013 hat die Europäische Kommission einen Fortschrittsberichtpdf Übersetzung für diesen Link wählen  zu den Barcelona-Zielen herausgegeben, die 2002 vereinbart wurden, um das Angebot von Betreuungseinrichtungen für Kinder zu verbessern.

Die wichtigsten Erkenntnisse für das Jahr 2010 zeigen, dass nur acht Mitgliedsstaaten die Ziele erreicht haben,  die der Europäische Rat in Barcelonapdf beschlossen hatte. Diese sehen vor, 90% der Kinder im Alter von drei Jahren bis zum schulpflichtigen Alter  und  30% der Kinder, die jünger als drei Jahre alt sind, eine Kinderbetreuung zu bieten. Der Bericht zielt darauf ab, noch einmal zu betonen, wie wichtig es ist, den Zugang zu einer Kinderbetreuungsmöglichkeit zu erleichtern. Dies wird einerseits als frühe Investition in Humankapital gesehen, andererseits als Weg, die Beschäftigung von Frauen zu fördern.

the European Commissions released a progress report on the Barcelona targets for childcare provision in Europe

Eine Investition mit hohem Potenzial

Durch die Schwerpunktsetzung auf das Thema Kinderbetreuung hat die Kommission die Notwendigkeit, jedem Kind einen besseren Lebensstart zu ermöglichen, prioritär behandelt. Vorschulbildung und -betreuung bilden die Grundlagen für einen erfolgreichen Bildungsweg, eine erfolgreiche soziale Integration, persönliche Entwicklung und Arbeitsmarktfähigkeit. Zudem tragen sie dazu bei, den Kreislauf der Ungleichheit und Benachteiligung zu verhindern. Der Bericht weist auf die Vielzahl an Initiativen hin, die bereits von den Mitgliedsstaaten umgesetzt worden sind, wie beispielsweise das französische System, das es Eltern ermöglicht, professionelle Tagesmütter anzustellen oder das Gutschein-System für die Kinderbetreuung, das in Luxemburg zur Anwendung kommt. Dennoch kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass die Bereitstellung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten im Jahr 2010 nicht den 2002 in Barcelona festgelegten Zielen entsprochen hat und sich die Situation in manchen Ländern sogar verschlechtert hat.

Mögliche Gründe, die einen Fortschritt verhindern

Die hohen Kosten, die im Zusammenhang mit Kinderbetreuung anfallen, stellen nach wie vor ein Problem dar und es besteht die Notwendigkeit, allen gesellschaftlichen Gruppen die Möglichkeit zu geben, Kinderbetreuungsplätze finanzieren zu können. Der Bericht legt offen, dass 53% der Mütter, die angegeben hatten, nicht oder nur in Teilzeit zu arbeiten, diese Entscheidung damit begründeten, dass keine angemessenen Kinderbetreuungsmöglichkeiten zur Verfügung standen.  Der Bericht beschäftigt sich zudem damit, dass in Bezug auf die angebotenen Kinderbetreuungsmöglichkeiten qualitative Mängel festgestellt wurden. Er geht auf die Schwierigkeit ein, Qualität zu bemessen und darauf, dass in diesem Bereich immer mehr Personen tätig sind, die über keine entsprechende Qualifikation verfügen.

Durch die Veröffentlichung des Berichts ruft die Kommission die nationalen und lokalen Behörden zu einer systematischeren und stärker integrierten Herangehensweise an das Thema Kindererziehung und Kinderbetreuungsangebote auf, insbesondere für sehr junge Kinder im Alter von unter drei Jahren. Die Kommission hat klar gemacht, in welcher Rolle sie sich selbst sieht:  sie hat sich erneut dazu verpflichtet, die Mitgliedsstaaten durch die Kofinanzierung von Projekten, die Ausarbeitung weiterer politischer Maßnahmen für ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben und die Ausarbeitung länderspezifischer Empfehlungen zu unterstützen.

Subscribe
Unsubscribe