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Vorbereitungen für den 20. Jahrestag des Internationalen Jahres der Familie, 2014: Expertentreffen in New York und Brüssel

01/08/2012

Im Rahmen der Vorbereitungen für den 20. Jahrestag des Internationalen Jahres der Familie im Jahr 2014 fand eine Begegnung der Expertengruppen der Vereinten Nationen  (EGM) in New York, USA, und in Brüssel / Belgien, statt. Die New Yorker EGM (15. –17. Mai 2012) behandelte das Thema „Bewährte Praktiken in der Gestaltung von Familienpolitik: Entwicklung von Familienpolitik, Kontrolle und Umsetzung: Gelernte Lektionen”.  Die europäische Tagung (6. –8. Juni 2012) zum Thema „Armut, Ausgleich zwischen Arbeit und Familie und Solidarität zwischen den Generationen ” fand im Anschluss an eine Begegnung zur Bewusstseinsstärkungstatt (5. Juni) . Die Ergebnisse von der Brüsseler EGM gehen in die Vorbereitungen für das Internationale Jahr der Familie und bevorstehende Berichte über Familienangelegenheiten vom Generalsekretär der Vereinten Nationen ein.

flags from around the world, © Istock

Bereitstellung von Expertengutachten über gute Praktiken in der Familienpolitik an UN-Mitgliedstaaten

Das erste Internationale Jahr der Familie fand 1994 unter dem Motto „Aufbau der kleinsten Demokratie im Herzen der Gesellschaft“ in Einklang mit seinem Thema „Familie: Ressourcen und Verantwortlichkeiten in einer Welt im Wandel“ statt. Im Anschluss daran wurden von der Generalversammlung der Vereinten Nationen und vom Wirtschafts- und Sozialrat mehrere Resolutionen mit dem Ziel von nachhaltigen, langfristigen Bemühungen zur Einbeziehung eines Aspektes der Familie in die Formulierung, Umsetzung und Kontrolle bzw. Überwachung der Politiken verabschiedet.

Das Treffen der New Yorker Expertengruppen baute auf dem seit 1994 erzielten Fortschritt zur Erforschung der bewährten Praktiken in der Entwicklung der Familienpolitik auf. Der Schwerpunkt lag auf den drei Themen für 2014:
1) Familienarmut und sozialer Einschluss;
2) Schaffen eines Ausgleichs zwischen Arbeit und Familie;
3) Förderung der sozialen Integration und der Solidarität zwischen den Generationen.
Die Teilnehmer strebten auch nach der Entwicklung von Empfehlungen für Maßnahmen. Das Hauptziel des Treffens sollte darin bestehen, den UN-Mitgliedstaaten und anderen Beteiligten Expertengutachten und –empfehlungen über die bewährten Praktiken in der Gestaltung von Familienpolitik in diesen drei Schwerpunktbereichen bereitzustellen. Die an diesem Treffen beteiligten Experten repräsentierten eine breite geographische Verteilung. Einige der Präsentationen waren global, während andere auf bestimmte Regionen fokussiert waren; zwei der Präsentationen befassten sich insbesondere auf die Praktiken in Russland und in Frankreich. Die Papiere und Präsentationen können von der Website der Abteilung für Sozialpolitik und Entwicklung des UN Department of Economic and Social Affairs (DESA) heruntergeladen werden.

Stärkung des Bewusstseins über die Notwendigkeit familienorientierter Politiken

Dieses Treffen zur Bewusstseinsstärkung, das am 5. Juni 2012 in Brüssel stattfand, wurde gemeinsam Doha International Institute for Family Studies and Development (Internationalen Institut von Doha für Familienentwicklung - DIIFSD) und der International Federation for Family Development (Internationalen Verband für Familienentwicklung - IFFD) veranstaltet; Gastgeber war der EU-Ausschuss der Regionen. Zu den Referenten und Beteiligten gehörten Mitglieder des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission, EU-Beamte, Vertreter der Zivilgesellschaft und andere Beteiligte. Das Programm, ein Mitteilungsblatt mit einer Beschreibung des Treffens, Tonaufnahmen, Texte und Präsentationen sind auf der Family Watch-Website verfügbar.
Thomas Woben, Direktor des Direktorats für horizontale Politiken als Vertreter des Gastgebers der Veranstaltung, des Ausschusses der Regionen, betonte die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die europäischen Familien sowie die Rolle der Familien in der Bereitstellung eines Schutzes vor diesen Auswirkungen. In ihrer Eröffnungsrede betonte Anna Záborská, Vorsitzende der Arbeitsgruppe über die Familie im Europäischen Parlament, die Notwendigkeit der Anerkennung des Beitrags der Eltern zum öffentlichen Wohlstand. Die Beteiligten an den Debatten an den runden Tischen überarbeiteten das Aktionsprogramm des Weltgipfels für Sozialentwicklung hinsichtlich Familien; betonte die wichtigsten Ziele der Familienpolitik in der Reduzierung von Armut; und erforschte regionale Perspektiven über geplante Familienpolitiken. Lieve Fransen, der EU-Direktor für „Europa 2020 – Sozialpolitiken bei der Europäischen Kommission“ schloss das Treffen, wobei er an die großen Maßnahmen erinnerte, die von den Mitgliedstaaten erforderlich seien, um die ambitiösen Ziele für „Europa 2020“, und zu diesem Zweck die Bedeutung eines Ausgleichs zwischen Arbeit und Familie, zu erreichen.

Weitergabe der bewährten Praktiken in der Europäischen Union

Der Schwerpunkt des Brüsseler EGM (6. - 8. Juni 2012) lag auf den drei Hauptthemen für den 20. Jahrestag des Internationalen Jahres der Familie und zielte auf die Bereitstellung von Expertengutachten und Politikempfehlungen über die besten Methoden der Integration einer Familienperspektive in die Politikgestaltung und die Entwicklung von Familienpolitiken insgesamt ab. Etwa 30 Experten und Fachkräfte aus zahlreichen Ländern der EU trafen sich zu dieser Begegnung, um Vorlagen für familienorientierte Sozialpolitiken zu besprechen, die von der UN gefördert werden sollten. Gegenstand der Diskussionen waren spezielle Empfehlungen und Beispiele für bewährte Praktiken.

Expertenpapiere und der Abschlussbericht dieser Tagung, die auf der UN-Website sowie auf den Websites der International Federation for Family Development und des International Institute for Family Studies and Development in Doha verfügbar sein werden, gehen in den Bericht des UN-Generalsekretärs 2012 zur Vorlage an die 68. Sitzung der UN-Generalversammlung durch die Kommission für Sozialentwicklung und den Wirtschafts- und Sozialrat ein.
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