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Die Vereinigung von Familienorganisationen der Europäischen Union (COFACE) engagiert sich unablässig für europäische Familien

31/05/2012

Die Vereinigung von Familienorganisationen der Europäischen Union (COFACE) hat mehr als 50 Mitgliederorganisationen in ganz Europa. Seit über 50 Jahren bemüht sich COFACE, europäischen Familien ein Gehör zu verleihen und die Familienpolitik innerhalb der EU zu verbessern. Aus diesem Grund organisierte COFACE anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai 2012 zahlreiche Events und Initiativen. Diese Aktivitäten werben für das für 2014 angesetzte Europäische Jahr der Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben im Rahmen des aktuellen (2012) Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen.

family with child smiling

Im Brennpunkt: Die Familiendimension der UN-Konvention über die Rechte von Personen mit Behinderungen

Anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai 2012 machte COFACE mit einem Event im Europäischen Parlament auf Familienbetreuer, deren Herausforderungen bei der Arbeit und die Aufgaben von Familienorganisationen beim Umgang mit diesen Herausforderungen aufmerksam. Organisator des Events war das ungarische Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) Ádám Kósa.

Bei dem Event wurde auch das Buch The family dimension of the UN Convention on the rights of persons with disabilities (dt.: Die Familiendimension der UN-Konvention über die Rechte von Personen mit Behinderungen) vorgestellt. Dieses Buch, mitverfasst von COFACE-Mitgliedern, möchte die Familiendimension der Konvention hervorheben und trägt zu deren Verbreitung bei. Es trägt zur Umsetzung der Europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010-2020 der Europäischen Kommission sowie zum Bericht des Europäischen Parlaments über Mobilität und Integration von Menschen mit Behinderungen bei. Ferner möchte es europäische Bürger mit Behinderungen sowie ihre Familien befähigen.

Das nächste, auf diesem Event aufbauende COFACE-Event steht unter dem Thema„Vereinbarkeit von Berufsleben und Pflegeaufgaben“: eine Herausforderung für Familienbetreuer in Europa“. Es findet am 26. Juni 2012 von 14-17 Uhr im Europäischen Parlament in Brüssel statt. Bei diesem Event werden Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NGO), Sozialpartnern und europäischen Institutionen sowie Familienbetreuer in drei Foren sprechen. Die Gastgeberin Marian Harkin (MdEP) wird dabei auch die vom Grundtvig Learning Partnership Projekt ausgesprochenen Empfehlungen formell einführen. Das Event ist auch ein Aspekt des gegenwärtigen Engagements von COFACE für die Designierung von 2014 als Europäisches Jahr der Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben.

Aufruf für ein Europäisches Jahr der Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben 2014

Die Vereinten Nationen begehen 2014 das 20. Jubiläum des Internationalen Jahres der Familie. COFACE fordertpdf die Designierung des Jahres 2014 als Europäisches Jahr der Vereinbarkeit von Berufs- und Familienlebenpdf als Anerkennung und Würdigung der wichtigen Rolle, die europäische Familien in der Gesellschaft spielen. Die Rolle junger Menschen für die Zukunft von Europa, d. h. sowohl als Erwerbstätige als auch als Eltern der nächsten Generation, sollte dabei hervorgehoben werden. Wenn sich Berufs- und Familienleben vereinbaren lassen, können es sich Familien eher leisten, mehr als nur einen Ernährer zu haben und so die Gefahr einer Verarmung zu senken. Außerdem können sie ihren Kindern so eine bessere Bildung und Zukunft bieten.

Dieser vorgeschlagene Fokus sollte auf den Errungenschaften und den Zielen früherer europäischer Jahre aufbauen, beginnend mit dem Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010. COFACE möchte die Führungsrolle für die zivilgesellschaftlichen Organisationen in dem Jahr übernehmen. Im Rahmen dieser Bemühungen wird der COFACE-Blog über Aktivitäten und in diesem Bereich erzielte Fortschritte informieren.

Appell an die Europäische Kommission zum Schutze des Familienlebens von Migranten und Flüchtlingen

Am Internationalen Tag der Familie am 15. Mai 2012 appellierten 20 europäische NGO, darunter auch COFACEpdf, an die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten, das effektive Recht auf ein Familienleben und die Zusammenführung von Familien für alle Migranten und internationale Schutzberechtigte zu gewährleisten. Den Mitgliedstaaten obliegt die rechtmäßige Umsetzung der EU-Richtlinie betreffend das Recht auf Familienzusammenführung. Die Gruppe der NGO betont jedoch, dass immer mehr Mitgliedstaaten gegen die in der Richtlinie verankerten Mindeststandards verstoßen, und appelliert an die Europäische Kommission, ihre Evaluierung der mitgliedstaatlichen Einhaltung von 2008 zu überarbeiten und Vertragsverletzungsverfahren gegen die Mitgliedstaaten einzuleiten, die sich nicht nach den Bestimmungen dieser Richtlinie richten. Die Gruppe vertritt die Auffassung, dass die richtigen Ziele und Mindeststandards in der Richtlinie erfasst sind, und setzt sich für eine günstigere Praxis ein; sie soll sich nicht in eine noch restriktivere Politik der Familienzusammenführung ausweiten.

Die Gruppe der NGO hat gängige Probleme ermittelt, die in interpretativen Leitlinien für Mitgliedstaaten bzgl. der EU-Richtlinie betreffend das Recht auf Familienzusammenführung angesprochen werden sollten. Die Gruppe fordert die Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission auf, sich insbesondere der folgenden Punkte anzunehmen: Barrieren der Familienzusammenführung in der Praxis; Wartezeiten und Verfahrensdauer; Evaluierung der Proportionalität von und Zugriffsmöglichkeiten auf Integrationsmaßnahmen; Gleichberechtigung und Proportionalität bzgl. materiellen Wohlstands oder Wohnverhältnisse; vergleichbare Bestimmungen für Personen, die subsidiären Schutz genießen, und Flüchtlinge; Mindestaltersgrenze bei Eheschließungen; Zwangsehen; Definitionen „Familienangehörige“ und „abhängige Familienangehörige“, die zu einer Familienzusammenführung berechtigen, sowie Zugriff auf unabhängige Aufenthaltsgenehmigungen.

Familien für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen

In einer Pressemitteilungpdf vom 15. Mai 2012 unterstrichen das Netzwerk AGE Platform Europe und COFACE den Stellenwert älterer Menschen in der Gesellschaft bedingt durch ihre familiennahen Rollen als Großeltern, Eltern und informelle Betreuer. Großeltern entlasten Eltern, indem sie mit zur Entwicklung und Bildung ihrer Enkel beitragen, den Eltern die Ausübung einer Erwerbstätigkeit ermöglichen und sie finanziell unterstützen. Diese älteren Familienmitglieder können auch andere ältere Menschen pflegen und betreuen. Familien spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung des aktiven Alterns, eines unabhängigen Lebens und der intergenerativen Solidarität. Außerdem muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf - das Motto des Internationalen Tages der Familie 2012 - die Förderung der intergenerativen Solidarität berücksichtigen. COFACE und AGE Platform Europe betonen erneut den Stellenwert unterschiedlicher familiärer Bedürfnisse im Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen, der beim Entwurf berücksichtigt werden muss.

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