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MEP drängen EU-Mitgliedstaaten, mehr für alleinerziehende Mütter zu tun

14/11/2011

In einer nicht bindenden Entschließung, die am 25. Oktober 2011 angenommen wurde, haben die MEP die EU-Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, mehr zu tun, um alleinerziehenden Müttern zu helfen. „Der Bericht beinhaltet zahlreiche ausgezeichnete Initiativen und neue Ziele, die sich die EU setzen sollte, denn angesichts der steigenden Anzahl alleinerziehender Mütter wird dieses Thema bald zu einem zentralen Aspekt und zu einer der Prioritäten der europäischen Politik werden“, betonte Berichterstatterin Barbara Matera (Europäische Volkspartei, Italien) bei der Debatte am 24. Oktober.

Hilfe fûr alleinerziehende Mütter

Im Text wird darauf hingewiesen, dass „die Bildung von Zwei-Eltern-Familien und ’Mutterschaften nur im Rahmen der Ehe’ seltener werden“ und dass „alleinerziehende Mütter – aufgrund einer Scheidung, einer Trennung oder weil sie nie geheiratet haben – in allen fortschrittlichen und industrialisierten Ländern als Gruppe immer mehr an Bedeutung gewinnen“. Es sei notwendig, politische Maßnahmen zu ergreifen, um dieser neuen Wirklichkeit gerecht zu werden. Und auch generell drängen die MEP die Mitgliedstaaten, gemeinsame Strategien zu entwickeln, die auf dem Austausch bewährter Praktiken basieren. Alle Maßnahmen, die für alleinerziehende Mütter ergriffen werden, müssten dabei auch auf alleinerziehende Väter Anwendung finden.

Alleinerziehenden Müttern helfen, Arbeit zu finden

Die MEP fordern die Mitgliedstaaten auf, das Problem der Unterbeschäftigung alleinerziehender Mütter zu analysieren und anzugehen. Sie legen außerdem den Mitgliedstaaten nahe, steuerliche Abzugsmöglichkeiten und sonstige finanzielle Anreize für Unternehmen zu schaffen, die alleinerziehende Mütter und Väter beschäftigen und/oder vor Ort für ihre Mitarbeiter Kinderbetreuungseinrichtungen und -dienstleistungen einrichten, betreiben und bereitstellen. Daneben sprechen sich die MEP für Kinderbetreuungseinrichtungen in Unternehmen mit flexiblen Öffnungszeiten aus und machen auf die Notwendigkeit aufmerksam, in ausreichendem Maße hochwertige Betreuungseinrichtungen für Kinder und andere Angehörige zur Verfügung zu stellen, die erschwinglich und mit einer Vollzeitbeschäftigung vereinbar sind. Dabei sollten alleinerziehende Mütter vorrangigen Zugang zu diesem Einrichtungen erhalten. Die MEP fordern des Weiteren spezielle Kurse für alleinerziehende Mütter, die es ihnen erleichtern, einer Beschäftigung nachzugehen, sowie beschäftigungspolitische Maßnahmen zur Förderung der Einstellung alleinerziehender Mütter und zur Vermeidung ungerechtfertigter Kündigungen.

Bildung im Kampf gegen Armut

Die MEP betonen ferner, dass Bildung und Informationen über die sexuellen und reproduktiven Rechte der Frauen, insbesondere jüngerer Frauen, von wesentlicher Bedeutung für die Vermeidung ungewollter Schwangerschaften sind. Außerdem wird in der Entschließung dazu aufgefordert, Kurse für Eltern einzurichten, um alleinerziehende junge Eltern ohne wirtschaftliche Mittel vorzubereiten und ihnen aufzuzeigen, wie sie die Aufgabe, ein Kind aufzuziehen, besser meistern können. Die MEP heben des Weiteren hervor, wie wichtig es ist, jungen Schwangeren nahezulegen, ihre Ausbildung nicht abzubrechen, weil sie durch die Ausbildung Qualifikationen erwerben und einen Arbeitsplatz finden, die die einzige Garantie dafür sind, der Armut zu entkommen. Alleinerziehenden Müttern müsse der Zugang zu Bildung, beruflicher Bildung und Sonderstipendien durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds und der Mitgliedstaaten erleichtert werden.

Unterkünfte für alleinerziehende Mütter und andere Vorschläge

Die EU-Mitgliedstaaten sollten alleinerziehenden Müttern ihre Hilfe anbieten, indem sie ’Familienzentren’ einrichten, in denen alleinerziehende Mütter eine zeitweilige Unterkunft finden und Beratung und Bildungsangebote nutzen können, so die MEP. Analog dazu fordern sie die Mitgliedstaaten auf, sicherzustellen, dass alleinerziehenden Müttern Wohnungsbeihilfe gewährt und ihnen in Bezug auf Wartelisten für Mietwohnraum Vorrang eingeräumt wird. Die MEP empfehlen den Mitgliedstaaten außerdem den Ausbau zwischenmenschlicher Online-Chatforen, Blogs und Telefonhotlines, die sich direkt an alleinerziehende Mütter richten, um ihre Isolation zu verringern und es ihnen zu ermöglichen, Ratschläge, Informationen und bewährte Verfahren in Bezug auf ihre persönlichen Bedürfnisse auszutauschen, sowie die Einrichtung von Telefonhotlines oder gebührenfreien Rufnummern, mit denen sie leichter mit sozialen Diensten verbunden werden können.

For further information

Ayla Sultan Cicek, Presseattachée im Europäischen Parlament

Tel: 00 32 498 98 13 37

E-Mail: femm-press@europarl.europa.eu

Pressemitteilung

 
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