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Eurochild empfiehlt, sich beim Kampf gegen Kinderarmut auf drei große Bereiche zu konzentrieren

25/10/2011

Eurochild, ein Netzwerk, das sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen einsetzt, erklärt in seiner aktuellen politischen Stellungnahme von Oktober 2011, der beste Weg, gegen Kinderarmut anzugehen, bestehe darin, den Schwerpunkt auf drei große Aktionsbereiche zu legen: Zugang zu entsprechenden Ressourcen, Zugang zu hochwertigen Dienstleistungen und Möglichkeiten sowie Teilhabe der Kinder. Mehr als 20 Millionen Kinder und Jugendliche sind von Armut gefährdet und Eurochild warnt: „Während die Finanzkrise neue Episoden schreibt, steigt die Zahl gefährdeter Kinder weiter.“

children in a classroom, © Istock

Kinderbetreuung, außerschulische Dienstleistungen und gezielte Unterstützung für bestimmte Familien

Eurochild führt an, dass bezahlbare, zugängliche und hochwertige Kinderbetreuungsdienstleistungen zur sozialen und persönlichen Entwicklung des Kindes beitragen und Eltern die Chance bieten, am Arbeitsmarkt teilzunehmen. Das Netzwerk unterstreicht die steigende Nachfrage nach außerschulischen Dienstleistungen (Hausaufgaben-Clubs usw.) und sagt, dass Familien in schwierigen Situationen (z. B. allein erziehende Eltern) die Unterstützung solcher Dienste brauchen, um sicherzustellen, dass „mit dem Verhalten von Jugendlichen verbundenen Belastungen und Spannungen“ sich nicht anhäufen. Außerdem empfiehlt Eurochild mehr gezielte Einkommenshilfe und Dienstleistungen für Familien mit Kindern in schutzbedürftigen Situationen.

Gute Wohnungen, bessere Kindererziehung und erschwingliche Beförderung/Energie

Eurochild fordert Wohnbedingungen für Familien mit Kindern, die langfristige Lösungen und eine sichere Umgebung zum Aufwachsen bieten. Ferner möchte es, dass Eltern Zugang zu frühzeitiger Unterstützungsintervention und Präventionsdienstleistungen haben, damit sie bessere Bewältigungsstrategien entwickeln und die Bedeutung und den Wert guter Kindererziehung begreifen können. „Vorbeugemaßnahmen sind ebenfalls notwendig, um die Verantwortung der Eltern zu stärken und gefährdete Familien aufzufangen, einschließlich Dienstleistungen für ältere Kinder im Teenageralter“, sagt Eurochild. Des Weiteren empfiehlt das Netzwerk gründlichere Untersuchungen über die Bezahlbarkeit von Transport- und Energiekosten, da diese einen großen Teil der Haushaltsbudgets darstellen.

Kindern zuhören und dafür sorgen, dass Aktivitäten angeboten werden und bezahlbar sind

Eurochild ist auch der Auffassung, dass die Meinungen und Erfahrungen von Kindern bei der Entwicklung der sie betreffenden Dienstleistungen und Politiken berücksichtigt werden sollten. Es betont die Bedeutung der Teilhabe von Kindern an Familienumfeldern, in Schulen, Behörden, Gemeinden und bei sonstigen Berufspraktikern, die mit Kindern und für Kinder arbeiten. Eurochild zufolge kann die Teilhabe von Kindern an ihren Gemeinschaften durch verfügbare und bezahlbare kulturelle, soziale, Freizeit- und Sportaktivitäten vereinfacht werden. „Die Unfähigkeit von Eltern, die damit verbundenen Kosten (einschließlich Transport) zu tragen, führt häufig dazu, dass Kinder von außerschulischen Aktivitäten und Hobbys, die für ihre persönliche Entwicklung und ihre Teilhabe an der Gesellschaft sehr nützlich wären, abgemeldet oder ausgeschlossen werden. Sie kann Kinder auch daran hindern, Freundschaften und Beziehungen mit Gleichaltrigen aufrechtzuerhalten“, sagt Eurochild.

For further information

Kontakt: Jana Hainsworth, Generalsekretärin von Eurochild

E-Mail: jana.hainsworth@eurochild.org

Tel: 00 32 2 211 05 50

Das Positionspapierpdf

 
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