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Rat fordert bessere Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der gesamten EU

01/07/2011

Die Minister betonten, dass es entscheidend sei, mehr Unterstützung für Vereinbarkeitsmaßnahmen bereitzustellen, die nicht nur Frauen und Männern erlauben, Beruf und Familie besser miteinander in Einklang zu bringen, sondern auch zur Verwirklichung wichtiger politischer Wachstums- und Beschäftigungsziele der EU beitragen.

Förderung der Beschäftigung von Frauen von wesentlicher Bedeutung

Der Rat wies darauf hin, dass eine alternde europäische Gesellschaft erhebliche Auswirkungen auf Europas Gesellschaft und Wirtschaft haben wird.Um den demographischen Herausforderungen entgegenzutreten und auf den Bedarf des Arbeitsmarkts zu reagieren, muss das von der EU festgelegte Ziel einer weiblichen Beschäftigungsquote von 75% erreicht werden. Doch ohne nachhaltige Familienpolitiken, die die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz und eine familienfreundlichere Work-Life-Balance auf dem Arbeitsmarkt sicherstellen, wird dies nicht möglich sein.

Der Rat betonte des Weiteren, dass demographische Herausforderungen durch kohärente, langfristige Strategien von EU-Regierungen bewältigt werden müssen. Nicht zuletzt wurde hervorgehoben, dass die Europäische Allianz für Familien eine Schlüsselrolle beim Austausch von Wissen über familienfreundliche Politiken zwischen EU-Mitgliedstaaten spielen kann.

Flexibles Arbeiten und hochwertige Kinderbetreuung als Voraussetzung für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

In den vom Rat angenommenen Schlussfolgerungen wurden verschiedene Maßnahmen empfohlen, um gegen Hindernisse für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben anzugehen. Diese Maßnahmen beinhalteten:

  • die Förderung flexibler Arbeitsregelungen und verschiedener Formen von Urlaub für Frauen und Männer (Elternurlaub, Möglichkeit zu Teilzeitarbeit);
  • die ausreichende Bereitstellung bezahlbarer, hochwertiger Kinderbetreuungsdienstleistungen und Betreuungseinrichtungen für andere abhängige Personen;
  • Ermutigung von Arbeitgebern, ihren Arbeitnehmern Kinderbetreuung und andere Formen von Familienunterstützung anzubieten;
  • Berücksichtigung der Bedürfnisse von Familien und insbesondere derjenigen, die am meisten gefährdet sind, einschließlich kinderreicher Familien oder allein erziehender Eltern.

Die aktive Teilhabe und Mitwirkung von Männern an Vereinbarkeitsmaßnahmen wird ebenfalls als entscheidend für die Verwirklichung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrachtet, da sowohl Frauen als auch Männer von familienfreundlichen Beschäftigungspolitiken und einer gleichberechtigten Aufteilung von unbezahlter Arbeit und Haushaltspflichten profitieren könnten. Im Hinblick darauf sollte der Bekämpfung von Geschlechterklischees gebührende Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Schließlich wurde betont, dass es wichtig sei, die ergriffenen Maßnahmen und erzielten Fortschritte im Zusammenhang mit bestehenden Instrumenten, Ressourcen und Einrichtungen zusammenzubringen, damit alle besser voneinander lernen können. Die Minister betonten die entscheidende Rolle der Europäischen Allianz für Familien, über die ein wichtiger Austausch von bewährten Verfahren zwischen den Mitgliedstaaten stattfindet.

Mutterschaftsurlaub

Der Rat nahm des Weiteren Kenntnis von einem Fortschrittsbericht über die aktuelle Arbeit an dem Vorschlag zur Änderung der Richtlinie über die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von schwangeren Arbeitnehmerinnen, Wöchnerinnen und stillenden Müttern am Arbeitsplatz. Mehrere Minister äußerten Bedenken über den Vorschlag der Kommission und die Stellungnahme des Parlaments bei der ersten Lesung.

Angesichts der abweichenden Meinungen empfahlen einige Minister, dass der Rat darüber nachdenken solle, seine Arbeit an diesem Thema
einzustellen, während andere erklärten, dass die Arbeit fortgesetzt werden sollte. 

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