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Eurochild-Bericht warnt vor „Verlorener Generation“, da Krise Familien und Kinder trifft

02/03/2011

Ein im Januar 2011 von Eurochild veröffentlichter Bericht zeigte auf, dass sich die wirtschaftliche Rezension unverhältnismäßig auf Familien und Kinder auswirkt. Das Ergebnis basiert auf einer von den Netzwerkmitgliedern aus ganz Europa durchgeführten Bewertung der Auswirkungen der Krise.

Zwei Jahre nach Ausbruch der Krise gibt es nun Indizien, die dafür sprechen, dass Kinder und Familien zu den am stärksten von der Krise Betroffenen zählen. Die Arbeitslosigkeit hat besonders marginalisierte Gruppen in Mitleidenschaft gezogen. Im neuen Eurochild-Bericht „Wie die Wirtschafts- und Finanzkrise sich auf Kinder und junge Menschen in Europa auswirkt“ wird davor gewarnt, dass diejenigen, die Gehaltskürzungen anstelle einer Entlassung hinnehmen mussten, dem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, in die Kategorie der „armen Arbeitenden“ abzurutschen.

Eurochild ist ein internationales Netzwerk von Organisationen und Einzelpersonen, die sich überall in Europa dafür einsetzen, die Lebensqualität von  Kindern und jungen Menschen zu verbessern. „Die Indizien aus ganz Europa sind äußerst beunruhigend. Schutzbedürftige Kinder und Familien sind die größten Verlierer der derzeitigen Sparmaßnahmen und die Auswirkungen werden noch lange in der Zukunft spürbar sein. Die Politiker müssen sich über ihre kurzsichtige Vision klar werden und handeln, um eine verlorene Generation zu verhindern“, so Generalsekretärin Jana Hainsworth.

Mittelkürzungen der Regierung

Viele europäische Regierungen reagieren mit Kürzungen bei den staatlichen Ausgaben auf die Krise, um die Staatsverschuldung zu verringern. Eurochild ist darüber besorgt, dass soziale Aspekte nicht immer ausreichend berücksichtigt werden, wenn derartige Maßnahmen geplant und umgesetzt werden.

Es entsteht eine doppelte Wirkung, da die Ausgabenkürzungen auch direkt bei den Mechanismen für soziale Unterstützung angewandt werden. Eurochild warnt vor diesen Kürzungen im Allgemeinen und weist besonders auf das Beispiel der gekürzten Mittel im Bereich der frühkindlichen Erziehung hin. Wenn Qualität und Bereitstellung in diesem Bereich leiden, so Eurochild, wird die so wichtige finanzielle Förderung für eine ganze Generation fehlen.

Wohlergehen der Kinder

Im Bericht wird angemerkt, dass immer mehr Kinder in den Systemen für staatliche Hilfen aufgenommen werden. Während in den Familien der Druck auf das Familienbudget zu negativen Folgen für die Ernährung der Kinder und deshalb für ihre Gesundheit führen kann. Die Belastung der wachsenden Arbeitslosigkeit und einer schwierigeren finanziellen Situation verursacht in vielen Familien außerdem eine größere Anspannung und wirkt sich dann auf das Wohlergehen der Kinder aus.

Im Eurochild-Bericht wird empfohlen, politische Grundsätze zu respektieren, einschließlich des Engagements, sich für eine bessere Vereinbarung von Beruf/Privatleben und Familie und Dienste für Familien ab dem frühen Kindesalter einzusetzen. Dem Bericht zufolge muss das Budget für Familien geschützt werden.

For further information

Eurochild-Berichtpdf „Wie die Wirtschafts- und Finanzkrise sich auf Kinder und junge Menschen in Europa auswirkt“ - Bericht basierend auf Indizien, die von Eurochild-Mitgliedern gesammelt wurden“
 

 
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