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Spanien, Belgien und Ungarn unterzeichnen Erklärung zur Bekämpfung von Kinderarmut

11/10/2010

20 Millionen der insgesamt 100 Millionen Kinder und Jugendlichen im Alter von 0 bis 17 Jahre in Europa sind von Armut bedroht. Diese Zahl ist zweifellos aufgrund der Folgen der jüngsten Wirtschaftskrise gestiegen. Die Bekämpfung der Kinderarmut ist eine der Prioritäten der EU. Unter der belgischen EU-Ratspräsidentschaft wurde daher am 2. und 3. September 2010 (in Zusammenarbeit mit der König-Baudouin-Stiftung, UNICEF und Eurochild) die Konferenz „Wer kümmert sich? Fahrplan für eine Empfehlung zur Bekämpfung von Kinderarmut“ organisiert.

Kinderarmut bekämpfen - den Teufelskreis durchbrechen

Zur Konferenz kamen 300 Experten aus dem Bereich Kinderarmut und  wohlbefinden. Sie diskutierten über die Sicherstellung ausreichender Mittel, des Zugangs zu hochwertigen Dienstleistungen und der aktiven Teilnahme und Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen.

Alle Konferenzteilnehmer nahmen an den Diskussionen teil und sorgten so für einen umfassenden Austausch. Dabei wurde den Stimmen von Kindern besonderes Gehör geschenkt: Kinder aus Zypern, Bulgarien und Portugal nahmen an der Konferenz teil und überbrachten Beiträge aus der letzten Sitzung von Eurochild im Juli 2010.

Die Experten waren sich einig: Um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen, sollte Kindern absolute Priorität gegeben werden. Zwei Hauptgründe wurden hierbei angeführt. Zum einen sind Kinder eine der schutzbedürftigsten Gruppen der Gesellschaft und zum anderen kann durch die Verringerung von Kinderarmut verhindert werden, dass Armut von einer Generation an die nächste weitergegeben wird.

Ziel ist eine EU-Empfehlung zur Bekämpfung von Kinderarmut

Am Ende der Konferenz unterzeichneten die drei EU-Ratspräsidentschaftsländer Spanien, Belgien und Ungarn eine Erklärung, mit der sie die EU dazu auffordern, den Themen Kinderarmut und -wohlbefinden besondere Aufmerksamkeit zu schenken, gerade in der heutigen Wirtschaftskrise.

Die Erklärung wurde unterzeichnet von Philippe Courard, Gastgeber der Konferenz und belgischer Staatssekretär, zuständig für soziale Integration und Armutsbekämpfung, Juan Carlos Mato Gomez vom spanischen Ministerium für Gesundheit und Sozialpolitik und Zoltán Balog, ungarischer Staatssekretär, zuständig für die Bekämpfung von Kinderarmut.

Im Rahmen der belgischen Ratspräsidentschaft zählen Kinderarmut und  wohlbefinden zu den obersten Prioritäten. Diese Erklärung ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer Empfehlung auf EU-Ebene, mit der politische Zielsetzungen geschaffen sowie Überwachungsmechanismen eingerichtet werden, um die Fortschritte in den 27 EU Ländern zu erfassen. In einer Videobotschaft sprach sich László Andor, EU Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, für die Annahme einer EU Empfehlung zur Bekämpfung von Kinderarmut im Jahr 2011 aus.

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