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Recht auf Beantragung flexibler Arbeitszeiten für Eltern im Vereinigten Königreich erweitert

12/05/2010

Im Vereinigten Königreich wurde das Recht, flexible Arbeitsregelungen zu beantragen, auf Eltern von Kindern bis zum Alter von 16 Jahren erweitert. Vorher konnten nur Eltern von Kindern unter sechs Jahren das Gesetz in Anspruch nehmen. Es erstreckt sich auch auf Eltern von Kindern unter 18, wenn das Kind behindert ist, und auf die Pflegepersonen bestimmter Erwachsenengruppen. Dies bedeutet, dass Unternehmen von ihren Arbeitnehmern nun mehr Anträge auf flexible Arbeitszeiten vorgelegt werden, eine Veränderung, die zu einer erheblichen Zunahme der Arbeit von zuhause aus führen dürfte.

Dem Gesetz nach sind Arbeitgeber verpflichtet, alle Anträge „ernsthaft zu prüfen“ und sie nur abzulehnen, wenn es dafür „gute geschäftliche Gründe“ gibt. Um in Betracht zu kommen, müssen die betreffenden Arbeitnehmer vor ihrem Antrag mindestens 26 Wochen ununterbrochen für ihren Arbeitgeber gearbeitet haben und dürfen in den letzten 12 Monaten keinen Antrag gestellt haben. Wenn ihr Antrag angenommen wird, können die Arbeitnehmer ihre Arbeitsstunden rund um ihre außerberuflichen Verpflichtungen herum arrangieren.

95 % der Anträge von Eltern bewilligt

Aufgrund der kürzlich beschlossenen Änderung kommen nun weitere 4,5 Millionen Eltern in Betracht, zusätzlich zu den sechs Millionen Eltern und Pflegepersonen, die bereits von dem Gesetz abgedeckt waren. Diese Erweiterung soll zu familienfreundlicheren Arbeitsbedingungen führen, erklärte die britische Regierung.

Sie wies darauf hin, dass flexible Arbeitszeiten auch geschäftlichen Nutzen bringen, wie etwa erhöhte Produktivität und weniger Anwerbungskosten aufgrund einer stärkeren Personaltreue. „Der geschäftliche Nutzen flexibler Arbeitszeiten ist umfassend dokumentiert, und dies gilt auch in härteren wirtschaftlichen Zeiten“, sagte Pat McFadden, Staatsminister für Arbeitsbeziehungen, in einer Erklärung.

McFadden fügte hinzu, dass Firmen Anträge immer noch ablehnen können, wenn sie berechtigte geschäftliche Sorgen haben, aber mehr als 95 % aller von Eltern gestellten Anträge auf flexible Arbeitszeiten genehmigt werden, da die Arbeitgeber sich zunehmend der Vorteile bewusst werden.

Aus europäischen Erhebungen über Arbeitsbedingungen geht hervor, dass mehr britische Arbeitnehmer sagen, ihre Arbeitszeiten ließen sich gut oder sehr gut mit ihren familiären/gesellschaftlichen Verpflichtungen vereinbaren (85 % vs. 79 % EU-Durchschnitt). Die Erhebungen zeigten auch, dass 93% der britischen Arbeitgeber heute mindestens eine flexible Arbeitsregelung anbieten, 57 % mindestens drei, undetwa die Hälfte räumen allen Arbeitnehmern das Recht ein, flexible Arbeitszeiten zu beantragen.

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