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Die Familienplattform - bisherige und zukünftige Forschung zur Förderung des Wohlergehens von Familien

02/03/2010

Trotz der sich wandelnden Familienstrukturen hat jeder Europäer in irgendeiner Form ein Familienleben. Umfragen zeigen, dass für die Europäer familienpolitische Themen wie Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben, öffentliche Unterstützung für Familien und Betreuungsmöglichkeiten von vorrangigem Interesse sind.

Trotz der sich wandelnden Familienstrukturen hat jeder Europäer in irgendeiner Form ein Familienleben. Umfragen zeigen, dass für die Europäer familienpolitische Themen wie Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben, öffentliche Unterstützung für Familien und Betreuungsmöglichkeiten von vorrangigem Interesse sind.

Mit einer neuen Initiative unter dem Namen „Familienplattform“ wird das Ziel verfolgt, die neuesten Entwicklungen in der Europäischen Union (EU) im Bereich der Familienforschung zu erfassen und zu bewerten, über die mögliche Zukunft europäischer Familien zu diskutieren und für die nächste europäische Forschungsagenda auf diesem Gebiet (ab 2012) Vorschläge einzubringen. Die Familienplattform wird unter dem Siebten EU-Forschungsrahmenprogramm finanziert.

Förderung des Dialogs zwischen den Interessengruppen in der Familienpolitik

Als Konsortium von 12 Partnern, zu denen führende europäische Universitäten und Nichtregierungsorganisationen aus ganz Europa gehören, versucht die Familienplattform, ein breites Spektrum an Interessengruppen wie Unternehmen, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Gruppen, Forscher sowie politische Entscheidungsträger und Politiker mit einzubinden“, sagte William Lay, Direktor des Bundes der Familienorganisationen der europäischen Gemeinschaften COFACE, der einer der führenden Partner der Familienplattform ist. Erreicht werden soll dieses Ziel durch Schwerpunktgruppen, Konferenzen und Online-Diskussionen sowie Verbreitungsplattformen.

Als erste Informationsquelle dient den potenziellen Teilnehmern eine interaktive Website, die die verschiedenen Aktivitäten vorstellt und Auskünfte über die diesbezüglichen Teilnahmemöglichkeiten erteilt. Diese Website wurde nach drei Informationstagen in Budapest, Mailand und Brüssel am 2. März 2010 online gestellt.

Bewertung bisheriger Forschungsaktivitäten

Zunächst wird die Familienplattform die wichtigsten familienbezogenen Tendenzen und Themenbereiche aufzeigen. Dazu gehören beispielsweise Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben, Gleichstellung von Männern und Frauen, Betreuungsmöglichkeiten, Dienstleistungsangebote für Familien und Themen in Verbindung mit Immigration und sozialer Integration. Hierbei werden länderspezifische Unterschiede, Forschungslücken und mögliche Verbesserungen bei Forschungsmethoden untersucht. Ferner werden aus der Sicht der wichtigsten Interessengruppen wie Familienverbände, Kinderschutzverbände, politische Entscheidungsträger, Arbeitgeber und Arbeitnehmer (Sozialpartner) bisherige Forschungsarbeiten bewertet.

Insbesondere werden die Mitglieder des Konsortiums eine systematische Literaturrecherche zur europäischen vergleichenden Forschung, die seit Mitte der 1990er Jahre veröffentlicht wird, vornehmen und dabei auf bestehende wissenschaftliche und statistische Datenbanken, Berichte über bisherige, von der Europäischen Kommission geförderte Forschungsprojekte sowie andere relevante Veröffentlichungen zurückgreifen. Die Ergebnisse dieser Recherche werden bekannt gemacht, und es wird ein gemeinsamer zusammenfassender Bericht ausgearbeitet.

Vorausschau auf die Zukunft von Familien in der EU

Längerfristig besteht das ehrgeizige Ziel der Plattform darin, durch eine Bestandsaufnahme europaweiter Forschungsergebnisse, aber auch durch die Erforschung voraussichtlicher Entwicklungen von Familienmodellen in der EU politische Entscheidungsträger bei der Bewältigung zukünftiger Herausforderungen zu unterstützen.

Der Abschlussbericht des Projekts wird als Grundlage für die nächste Forschungsagenda und den Forschungsfahrplan ab 2012 dienen. In ihm werden die familienrelevanten Schlüsselforschungsthemen und –bereiche aufgezeigt, die für die nationalen Reformprogramme der EU-Mitgliedstaaten von Bedeutung sind. Dazu zählen unter anderem: geschlechtsspezifische Gleichstellung in Beruf und Familie, Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben sowie die Betreuung von Familienmitgliedern.

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