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Der schwedische EU-Ratsvorsitz legt den Schwerpunkt in der Familienpolitik auf Gleichstellungsfragen und Altern in Würde.

01/07/2009

Schweden hat den rotierenden Vorsitz des Rates der Europäischen Union am 1. Juli 2009 übernommen. Die familienpolitischen Maßnahmen des Landes haben zu einigen beispielhaften Ergebnissen geführt: Die weiblichen und männlichen Beschäftigungsquoten zählen zu den höchsten in der EU, und die Kinderarmut ist am niedrigsten. Um die Familienpolitik in ganz Europa voranzubringen, hat Schweden für seinen sechsmonatigen Vorsitz zwei vorrangige Bereiche festgelegt: „Geschlechtergleichstellung und Nichtdiskriminierung“ und „Altern in Gesundheit und Würde“.

Schweden hat den rotierenden Vorsitz des Rates der Europäischen Union am 1. Juli 2009 übernommen. Die familienpolitischen Maßnahmen des Landes haben zu einigen beispielhaften Ergebnissen geführt: Die weiblichen und männlichen Beschäftigungsquoten zählen zu den höchsten in der EU, und die Kinderarmut ist am niedrigsten. Um die Familienpolitik in ganz Europa voranzubringen, hat Schweden für seinen sechsmonatigen Vorsitz zwei vorrangige Bereiche festgelegt: „Geschlechtergleichstellung und Nichtdiskriminierung“ und „Altern in Gesundheit und Würde“.

Geschlechtergleichstellung und Nichtdiskriminierung

Eine neue Aktionsphase ist angelaufen, um das Prinzip der Geschlechtergleichstellung und Nichtdiskriminierung in der EU zu untermauern. Ein wichtiger neuer Antidiskriminierungsvorschlag, der von der Kommission vorgelegt und vom Europäischen Parlament gebilligt wurde, steht auf der Tagesordnung des Rates. Er wird, falls er genehmigt wird, den Rechtsschutz vor Diskriminierung aufgrund des Alters, einer Behinderung, der Religion oder Weltanschauung und der sexuellen Ausrichtung über den Bereich der Beschäftigung hinaus erweitern.

Für die Arbeitswelt hat die Kommission währenddessen ein Gesetz vorgeschlagen, um Frauen die Gründung und Leitung eines Unternehmens zu erleichtern und darüber hinaus die Position mithelfender Ehepartner zu verbessern. Ferner wird der Rat über einen Vorschlag zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz für Arbeitnehmerinnen diskutieren, die schwanger sind, vor kurzem ein Kind geboren haben oder stillen.

Am 15. und 16. Oktober findet in Stockholm eine Konferenz zum Thema Geschlecht und Gleichstellung und ihr Zusammenhang mit Wirtschaftswachstum und Entwicklung statt. Sie dient zur Vorbereitung der Ratsdiskussionen Ende des Jahres, die sich auf die Frage konzentrieren werden, wie sich die Geschlechtergleichstellung verbessern lässt, um Wirtschaftswachstum, mehr Beschäftigung und eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit zu fördern.

Altern in Gesundheit und Würde

Die EU-Bevölkerung altert, und die Mitgliedstaaten der Union müssen ihre Bemühungen um Pflege und würdiges Altern entsprechend intensivieren. Der schwedische Vorsitz betrachtet Menschen, die in der Seniorenpflege arbeiten, als wichtige Zielgruppe. Er hat erklärt, dass eine bessere Zusammenarbeit und ein verstärkter Schwerpunkt auf ältere Menschen, die sich in Pflege befinden, von entscheidender Bedeutung sein werden.

Am 15. und 16. September findet im Rahmen des schwedischen Vorsitzes in Solna eine Konferenz über Altern in Gesundheit und Würde statt. Als eines der ersten EU-Länder, das die demografische Entwicklung hin zu einer älteren Bevölkerung erlebt, ist Schweden in einer guten Position, um bei diesem Thema die Führung zu übernehmen. Aus einschlägigen Eurostat-Zahlen für 1995 ging hervor, dass der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre in Schweden am höchsten war – zehn Jahre später entsprach er dem EU-Durchschnitt. Den Eurostat-Projektionen zufolge werden 30% der EU-Bevölkerung im Jahr 2060 über 65 Jahre alt sein.


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