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Irland: bis 2020 bessere Ergebnisse in Bezug auf Kinder geplant

In Irland liegt die Verantwortung für das Wohlergehen von Kindern in den Händen unterschiedlicher Ministerien und im Zusammenhang mit diesem Thema gibt es verschiedene Strategien, Aktionspläne und Programme.
Better Outcomes, Brighter Futures: The national policy framework for children & young people 2016-2020 (BOBF), das von der Regierung 2014 ins Leben gerufen wurde, bildet das übergreifende Regelwerk für die Entwicklung und Umsetzung von politischen Strategien und Dienstleistungen für Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 25 Jahren.

Better Outcomes, Brighter Futures liegt ein Ansatz zugrunde, in den die gesamte Regierung eingebunden ist. Dieser soll gewährleisten, dass im Hinblick auf Kinder und Jugendliche bessere Ergebnisse erzielt werden und beruht auf verschiedenen Strategien in den Bereichen frühe Kindheit, Jugend und Partizipation. Er zielt darauf ab, eine Reihe von Ergebnissen im Hinblick auf Kinder und Jugendliche zu erzielen, auf die alle Regierungsbehörden und -einrichtungen, der öffentliche Dienst sowie der freiwillige und gemeinnützige Sektor gemeinsam hinarbeiten werden.
Im Jahr 2015 wurde der erste Jahresbericht pdfzu Better Outcomes, Brighter Futures veröffentlicht. Der Bericht legt die Fortschritte dar, die seit dem Beginn im April 2014 bis zum Jahr 2015 gemacht wurden.

Kinder als Thema, für das die gesamte Regierung verantwortlich ist 

Im Ministerium für Kinder- und Jugendangelegenheiten (Department for Children and Youth Affairs, DCYA), das im Jahr 2011 ins Leben gerufen wurde, sind verschiedene Schlüsselbereiche im Hinblick auf politische Entscheidungen und Maßnahmen in Bezug auf Kinder, Jugendliche und Familien vereint. Das Ministerium ist für verschiedene Teilbereiche zuständig. Es leitet gezielte, allgemeine Interventionen ein. Ziel ist es, zu erreichen, dass zahlreiche Interessensvertreter daran arbeiten, politische Entscheidungen und Maßnahmen regierungsübergreifend in Einklang zu bringen, damit bessere Ergebnisse im Hinblick auf Kinder, Jugendliche und Familien erbracht werden.

Die Einrichtung der neuen Agentur für Kinder und Familien (Child and Family Agency) im Jahr 2014 ist ein Zeichen für das Engagement der Regierung, Veränderungen im Zusammenhang mit den Dienstleistungen für Kinder und Familien in Irland herbeizuführen. Die Agentur ist schwerpunktmäßig für Kinderschutz, Familienförderung und andere wichtige Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kindern zuständig.
Beispiele für weitere regierungsübergreifende politische Maßnahmen für die Optimierung der Ergebnisse im Hinblick auf Kinder sind:

  • Der Nationale Aktionsplan für soziale Inklusion 2007 - 2016 (National Action Plan for Social Inclusion 2007-2016, NAPinclusion), wird vom Ministerium für Sozialschutz koordiniert und gesteuert, das auch für Kinderbeihilfe und Einkommensunterstützungen für Familien zuständig ist.
  • Maßnahmen für Chancengleichheit in Schulen (Delivering Equality of Opportunity in Schools, DEIS) ist der Aktionsplan für Inklusion im schulischen Bereich und das politische Instrument, dessen sich das Ministerium für Bildung und Qualifikationen (DES) bedient, um gegen Bildungsbenachteiligungen in ausgewählten Schulen anhand von zusätzlichen Ressourcen vorzugehen. Das Programm wird derzeit geprüft. Das DES trägt gemeinsam mit dem DCYA die Verantwortung für politische Maßnahmen im Zusammenhang mit Bildung in der frühen Kindheit.
  • Das Rahmenwerk Healthy Ireland, das darauf abzielt, Benachteiligungen im Gesundheitsbereich in Bezug auf die Gesamtbevölkerung auszugleichen, unter anderem im Hinblick auf Kinder und Jugendliche.
  • Die Entwicklung von kinder- und jugendfreundlichen nachhaltigen Gemeinschaften durch Einleiten entsprechender politischer Maßnahmen und Festlegung entsprechender Ziele in Bezug auf Entwicklungspläne auf Länder- und Stadtebene für kinderfreundliche Gemeinden durch das Ministerium für Umwelt, Gemeinschaft und kommunale Verwaltung.
  • Die National Strategy on Children and Young People’s Participation in Decision Making (2015 - 2020)pdf, die erste verfassungsgebende Strategie von Better Outcomes, Brighter Futures, die im Juni 2015 gestartet wurde, zielt darauf ab, Kindern und Jugendlichen ein Mitbestimmungsrecht bei Entscheidungen, die sie betreffen, zu verleihen.
  • Die National Youth Strategy (2015 - 2020)pdf, die zweite verfassungsgebende Strategie, die im Oktober 2015 ins Leben gerufen wurde, unterstützt alle jungen Menschen im Alter zwischen 10 und 24 Jahren dabei, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Für die fünf nationalen Zielbereiche von Better Outcomes, Brighter Futures wurden Maßnahmen festgelegt.

Förderung des Zugangs zu angemessenen Ressourcen 

Programme für die Bereitstellung von Kinderbeihilfe und Einkommensunterstützungen für Familien sollen unter anderem Eltern unterstützen. Ziel der Stellungnahme zu den Regierungsprioritäten 2014 - 2016 (Statement of Government Priorities 2014 - 2016)pdf ist eine neue Vereinbarung bezüglich des Lebensstandards, um sicherzustellen, dass die Vorteile des Aufschwungs Arbeiterfamilien mit niedrigem oder mittlerem Einkommensniveau im ganzen Land zugutekommen. Die Regierung verpflichtet sich dazu, vorrangig Maßnahmen einzuleiten, die Familien mit niedrigem Einkommen unterstützen. Dies soll dadurch erreicht werden, dass das Kinderbeihilfesystem optimiert werden und eine Neujustierung im Hinblick auf bezuschusste Kindesbetreuung erfolgen soll. Das Ziel ist, dass diejenigen, die von Sozialhilfe zu einer Arbeit übergehen, im Arbeitsverhältnis Vorteile haben.

Das Department of Social Protection (Ministerium für Sozialschutz) stellt jährlich 3 Milliarden Euro für die Unterstützung von Familien mit Kindern bereit. Dies entspricht 15 % des Gesamtbudgets für den Sozialschutz. Besuchen Sie welfare.iepdf für weitere Informationen über das jährliche Budget des Ministeriums für Sozialschutz.

Schwerpunkt auf politische Maßnahmen im Zusammenhang mit Kinderarmut

In der Regel wird das nationale Armutsziel in Irland anhand von drei Indikatoren bestimmt: Menschen mit geringem Einkommen oder von Armut bedrohter Menschen (diese werden definiert als Personen, deren Äquivalenzeinkommen weniger als 60 % des Durchschnittseinkommen beträgt), Menschen, die materieller Güter entbehren (definiert als Personen, die in Haushalten leben, in denen es an mindestens 2 von 11 Dingen fehlt, die einvernehmlich als notwendig erachtet wurden) und Menschen, bei denen beide Voraussetzungen gegeben sind (ständige Armut).

Aufgrund der Erkenntnis der höheren Risiken und lebenslangen Konsequenzen im Zusammenhang mit Kinderarmut wurde ein kinderspezifisch ausgerichtetes Ziel in Better Outcomes, Brighter Futures aufgenommen.

Es wird darauf abgezielt, bis 2020 zu bewirken, dass mehr als 70.000 Kinder (im Alter von 0 - 17 Jahren) nicht mehr in ständiger Armut leben. Dann würden im Vergleich zu 2011 mindestens zwei Drittel weniger Kinder in ständiger Armut leben. In diesem Zusammenhang wird versucht, das erhöhte Risiko ständiger Armut für Haushalte mit Kindern im Vergleich zu kinderlosen Haushalten (8,8 % ggü. 4,2 %) und für Kinder im Vergleich zu Erwachsenen (ab 18 Jahren) (9,3 % ggü. 6 %) zu senken.

Der jährlich durch das Ministerium für Sozialschutz veröffentlichte Bericht zur sozialen Eingliederung Social Inclusion Monitor schildert als eines der sechs zentralen Elemente den Fortschritt, der im Zusammenhang mit der Zielsetzung zur Kinderarmut und den damit verbundenen Indikatoren gemacht wurde. Als Teil der Strategie zur Erreichung dieses Ziels hat das Ministerium die Kinderarmut im Bericht Better Outcomes, Brighter Futures als eine der sektorübergreifenden Prioritäten identifiziert. Dieses Ziel soll dadurch erreicht werden, dass die Beschäftigungsquoten der Eltern optimiert werden und vermehrt in passende, effektive Dienstleistungen investiert wird, die der Kinderarmut abhelfen können. 

Gemäß dem EU-Indikator AROPE zur Messung der Bedrohung durch Armut oder soziale Ausgrenzung liegt der Anteil der Kinder unter 18 Jahren, die in Irland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind bei 30,3 %. Der EU28-Durchschnitt liegt vergleichsweise bei 27,8 %. Sozialtransfers spielen im Zusammenhang mit der Armutsminderung in Irland eine große Rolle. Im Jahr 2012 wurden 3 % des BIP für Leistungen im Bereich Sozialschutz ausgegeben. Der EU-Durchschnitt liegt vergleichsweise bei 2,3 %. Im Jahr 2014 wurde die Armutsrisikoquote für Kinder von 44,6 % auf 17,1 % gesenkt – eine Armutsverringerung von 61,7 % (PREST). er PREST-Vergleichswert für die EU-28 liegt bei 39 % (Eurostat EU-SILC indicators). (Eurostat EU-SILC-Indikatoren). Irland gehört in diesem Bereich zu den EU-Ländern mit den besten Ergebnissen.

Gemäß dem EU-Indikator AROPE zur Messung der Bedrohung durch Armut oder soziale Ausgrenzung liegt der Anteil der Kinder unter 18 Jahren, die in Irland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind bei 30,3 %. Der EU28-Durchschnitt liegt vergleichsweise bei 27,8 %. Sozialtransfers spielen im Zusammenhang mit der Armutsminderung in Irland eine große Rolle. Im Jahr 2012 wurden 3 % des BIP für Leistungen im Bereich Sozialschutz ausgegeben. Der EU-Durchschnitt liegt vergleichsweise bei 2,3 %. Im Jahr 2014 wurde die Armutsrisikoquote für Kinder von 44,6 % auf 17,1 % gesenkt – eine Armutsverringerung von 61,7 % (PREST). er PREST-Vergleichswert für die EU-28 liegt bei 39 % (Eurostat EU-SILC indicators). (Eurostat EU-SILC-Indikatoren). Irland gehört in diesem Bereich zu den EU-Ländern mit den besten Ergebnissen.

Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit und Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen 

Der wesentliche Zusammenhang zwischen dem Beschäftigungsstatus der Eltern und dem Wohlergehen des Kindes ist wohl bekannt.

Im Jahr 2014 lag die Erwerbstätigenquote unter den 15- bis 64-Jährigen bei 61,7 % (der EU-Durchschnitt lag bei 64,9 %). Die Erwerbstätigenquote der Männer lag bei 66,9 % und die der Frauen bei 56,7 % (im Vergleich dazu lag der EU-Durchschnitt für die Erwerbstätigenquote der Männer bei 70,1 % und die der Frauen bei 59,6 %).

Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,8 % (viertes Quartal 2015, Schätzung von Eurostat). Sie ist somit von einem Spitzenwert von 15 % Anfang 2012 gesunken, ist jedoch weiterhin auf einem untragbar hohen Niveau.

Im vierten Quartal des Jahres 2015 lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote der Jugendlichen (unter 25 Jahren) bei 19,4 %. Etwa 33,2 % der arbeitslosen Jugendlichen waren im zweiten Quartal des Jahres 2015 länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. Die absolute Anzahl arbeitsloser Jugendlicher ist von durchschnittlich 80.000 im Jahr 2009 auf 41.900 im zweiten Quartal des Jahres 2015 gesunken. Durch diese Verringerung der Anzahl machen Jugendliche derzeit 19 % aller Arbeitslosen aus. Mitte 2008 lag die Quote noch bei 35 %.

Pathways to Workpdf 2016-2020 ist ein Aktionsplan der irischen Regierung, der die Berufsaussichten aller Jobsuchenden (unter anderem der Jobsuchenden mit Kindern) verbessern soll. Der Aktionsplan konzentriert sich weiterhin auf Jugendarbeitslosigkeit und in diesem Zusammenhang speziell auf Jugendliche, die besonders geringe Chancen auf einen Einstieg in den Arbeitsmarkt haben. Seit der Einführung von Pathways to Work im Jahr 2012 werden sowohl Arbeitsvermittlungs- als auch Unterstützungsleistungen in Intreo-Zentren angeboten. Es wurde ein „Sozialvertrag“ mit Rechten und Verantwortungen zwischen Arbeitssuchenden und dem Land geschlossen und umgesetzt. Der Aus- und Weiterbildungsbereich (Further Education and Training, FET) ist stark umstrukturiert worden. Es wurde ein Arbeitsmarkt-Rat aufgestellt, der dafür zuständig ist, die Umsetzung der Strategie zu kontrollieren und beratend zur Seite zu stehen. Auch der Implementierungsplan zur Jugendgarantiepdf, der im Januar 2014 als Teil der Strategie Pathways to Work umgesetzt wurde, zielt darauf ab, die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen anzugehen. Er ist die Antwort des Landes auf die Empfehlung der EU zur Jugendgarantie. Eines der Hauptziele des Implementierungsplans zur Jugendgarantie ist es, junge Menschen dabei zu unterstützen, eine nachhaltige Arbeitsstelle zu finden und diese langfristig zu sichern. Dies soll durch ein monatliches Treffen der arbeitslosen Jugendlichen mit einem Betreuer und der Implementierung eines Plans zur Verfolgung des persönlichen Fortschritts umgesetzt werden. Für Jugendliche, die keine Arbeitsstelle finden, stehen zusätzliche Angebote bereit. Bei einem Großteil dieser Angebote (70 %) handelt es sich um Weiter- oder Fortbildung. Die restlichen Angebote beinhalten gemeinschaftsbasierte Programme, wie Community Employment Scheme, Gateway und Tús oder die Subventionen für private Arbeitsvermittlung von JobsPlus.

Die National Youth Strategy (2015-2020)pdf hat eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, mit denen sichergestellt werden soll, dass junge Menschen bei der Teilnahme am Arbeitsmarkt besser unterstützt werden. Dies beinhaltet unter anderem die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit, die zusätzlich zu formellen Lehr- und Unternehmensangeboten, wie der Initiative zur Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen (Youth Employability Initiativepdf), angeboten werden soll. Die Initiative stellt Dienstleistungen für junge Menschen, die keine feste Arbeits- oder Ausbildungsstelle haben, bereit.

Vermehrter Zugang zu erschwinglichen, qualitativ hochwertigen Dienstleistungsangeboten 

Zugang zu erschwinglichen, qualitativ hochwertigen Dienstleistungsangeboten ist im Zusammenhang mit der Prävention von Kinderarmut sehr wichtig – insbesondere in den Lebensjahren des Kindes, in denen die entscheidenden Grundlagen gelegt werden.

2013 besuchten 29 % der irischen Kinder im Alter von 0 - 3 Jahren offizielle Kinderbetreuungseinrichtungen. Ein etwas höherer Prozentsatz als der EU-28-Durchschnitt (27 %). 2013 besuchten in Irland durchschnittlich mehr ältere Kinder (zwischen 3 Jahren und dem Mindestschulpflichtalter) offizielle Kinderbetreuungseinrichtungen als in den anderen EU-Ländern (89 % in Irland, 82 % im EU-28-Durchschnitt).

Im Zusammenhang mit dem Europäischen Semester, das sich mit Irland beschäftigt, hat der Europäische Rat in Form einer länderspezifischen Empfehlungpdf Übersetzung für diesen Link wählen  (LSE) Irland 2014 geraten, es Frauen zu erleichtern, sich am Arbeitsmarkt zu beteiligen. Gewährleistet werden sollte dies dadurch, dass ein besserer Zugang zu erschwinglicheren Vollzeit-Kinderbetreuungseinrichtungen ermöglicht wird. Eine interministerielle Gruppe hat einen Berichtpdf veröffentlicht, in dem Möglichkeiten für die Reform des Kinderbetreuungsangebots in Irland unter Beachtung der LSE dargelegt werden. Basierend auf den Empfehlungen des Berichts wurde das kostenlose Vorschuljahr im Rahmen des Budgets 2016pdf durch das Programm zur frühkindlichen Betreuung und Erziehung (Early Childhood Care and Education) ausgeweitet, um Kinder im Alter zwischen drei Jahren und dem Grundschulalter zu erreichen. Die interministerielle Gruppe hat sich außerdem Empfehlungen für die Einführung eines zentralen Subventionsprogramms für die Kinderbetreuung anstelle von unterschiedlichen Programmen ausgesprochen, um Eltern zu unterstützen, die sich in der Ausbildung befinden oder berufstätig sind. Außerdem empfiehlt die Gruppe die Entwicklung eines Modells für Hortprogramme unter Berücksichtigung der Betreuungsmodelle, die für diese Altersgruppe in Irland und andernorts verfügbar sind.

Ein wesentliches Ziel von Better Outcomes Brighter Futures besteht darin, qualitativ hochwertige, „ergebnisorientierte, effiziente und effektive“ Dienstleistungen bereitzustellen. Die Regierung wird nationale und internationale Beispiele hinsichtlich der Wirksamkeit derartiger Ausgaben beurteilen und derartige Nachweise in die Ressourcenzuweisung einfließen lassen.

Die Ressourcenzuweisung für die Dienstleistungen wird unter Berücksichtigung der Notwendigkeit erfolgen, den Schwerpunkt von einer Krisenintervention auf präventive und frühzeitige Maßnahmen zu verlegen. Ein Beispiel dieses Ansatzes ist das Area Based Childhood-Programm (ABC), das an vorhergehende Initiativen zur frühzeitigen Intervention und Prävention anknüpft.

Das ABC-Programm soll zwischen 2013 und 2016 Gelder und Unterstützung für ein Konsortium aus 13 benachteiligten Gebieten zur Verfügung stellen. Durch das Programm sollen die Ergebnisse im Zusammenhang mit der Gesundheit, Entwicklung, Bildung und Erziehung von Kindern mit verbesserter, evidenzbasierter und koordinierter Unterstützung durch eine Reihe von Dienstleistungen verbessert werden. Das oberste Ziel besteht jedoch darin, die Ergebnisse des ABC-Programms in die entsprechenden Richtlinien und Praktiken einfließen zu lassen. Hierbei soll ein besonderes Augenmerk auf die Bekämpfung der Kinderarmut und in diesem Zusammenhang die strategische Verbesserung der Leben von Kindern gelegt werden.

Auch benachteiligte sowie marginalisierte Jugendliche und Jugendliche, die Risikogruppen angehören, werden durch die Initiative „Spezielle Programme für Jugendliche“, den Fonds für Einrichtungen und Dienstleistungen für Jugendliche und lokale Projekte zur Drogenbekämpfung gezielt unterstützt. Bei der Nationalen Strategie für Jugendliche (National Youth Strategy 2015-2020pdf) handelt es sich zwar um eine universelle Strategie, jedoch wird hierbei ein besonderer Fokus auf die Erfüllung der Bedürfnisse von jungen Menschen, die die schlechtesten Ergebnisse erzielen, gelegt.

Die Children and Young People’s Services Committees (CYPSCs) (Dienstleistungskomitees für Kinder und Jugendliche) verbinden die wichtigsten staatlichen, gemeinschaftlichen und freiwilligen Dienstleistungen für Kinder auf Landesebene. Ihre Rolle ist die Verbesserung der Zusammenarbeit und Koordination zwischen den Behörden, um die fünf nationalen Ergebnisse, die in dem Bericht Better Outcomes, Brighter Futures festgelegt wurden, umsetzen zu können. Die CYPSCs setzen auf die Zusammenarbeit mit den Komitees für die Entwicklung der lokalen Gemeinschaft (Local Community Development Committees, LCDCs) und stellen Informationen für die lokalen Wirtschafts- und Gesellschaftspläne (Local Economic and Community Plans, LECPs) bereit.

Schlussfolgerung

Die aktuellen Entwicklungen in Bezug auf politische Maßnahmen für Kinder und Familien in Irland – insbesondere die Einführung des nationalen politischen Rahmenwerks für Kinder und Jugendliche Better Outcomes, Brighter Futures: The national policy framework for children & young people 2016-2020 (BOBF) nehmen Bezug auf die Empfehlung des Europäischen Rats und werden dafür sorgen, dass für alle Kinder und ihre Familien bessere Ergebnisse erzielt werden und für eine bessere Zukunft gesorgt wird.

Die Information im Länderprofil wurde zuletzt im Januar 2016 aktualisiert.