Agenturen und dezentrale Einrichtungen

 


Die Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA)

Die EMSA, mit Sitz in Lissabon, bietet der EU und den Mitgliedstaaten technische Hilfe und Unterstützung bei der Gestaltung und Umsetzung von EU-Rechtsvorschriften in den Bereichen Sicherheit des Seeverkehrs, Verschmutzungen durch den Schiffsverkehr und Gefahrenabwehr im Seeverkehr. Auch verfügt sie über Zuständigkeiten in den Bereichen Prävention von und Reaktion auf Ölkatastrophen, Überwachung sowie Fernidentifizierung und -verfolgung von Schiffen.

Aufgaben der EMSA:

Kontrolle der Inspektoren in technischen Bereichen, damit die EU sicherstellen kann, dass die Vorschriften eingehalten werden und EU-weit faire und gleiche Bedingungen im Schiffsverkehr herrschen.

Beispiele für Kontrolltätigkeiten:

  • Bewertung der von der EU anerkannten Klassifikationsgesellschaften;
  • Bewertung der Ausbildungszentren für Seeleute in Nicht-EU-Ländern;
  • Überprüfung, dass ausländische Schiffe, die EU-Häfen anlaufen, angemessen kontrolliert werden;
  • Kontrolle der Schiffsüberwachungssysteme und Hafenauffangeinrichtungen in der EU;
  • Einrichtung von Systemen zur konsequenten Untersuchung von Unfällen auf See (EMCIP-Datenbank);
  • Schulungen in Bereichen wie effektiver Informationsaustausch und Fragen der Seeverkehrssicherheit.

Bereitstellung von Software und fachkundigen Diensten für Aufgaben im Bereich der Seeverkehrssicherheit in EU-Ländern.

Software-Anwendungen der EMSA:

  • SafeSeaNet (SSN) – Überwachung des Schiffsverkehrs in europäischen Gewässern;
  • EU-LRIT-Datenzentrum – weltweite Ortung aller unter EU-Flagge fahrender Schiffe;
  • CleanSeaNet (CSN) – Bereitstellung von Satellitenbildern zur Ermittlung von Meeresverschmutzungen;
  • THETIS – Zentralisierung von Daten zur Hafenstaatkontrolle und Ermittlung von Schiffen mit geringem Sicherheitsniveau.

Bekämpfung der Meeresverschmutzung im Falle einer Ölkatastrophe: Die EMAS hat Schiffe zur Ölbergung unter Vertrag, die auf Stand-by und innerhalb von Stunden einsatzbereit sind, um jedem von einer Ölkatastrophe bedrohten EU-Land zur Hilfe zu kommen.

Gegründet: 2002
Direktor: Willem de Ruiter

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