Das 1975 gegründete Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung, Cedefop*, ist ein europäisches Amt, das zur Förderung und Entwicklung der Berufsbildung in der Europäischen Union (EU) beiträgt.
Als eine der ersten spezialisierten dezentralen Agenturen war das Cedefop ursprünglich in Berlin errichtet worden. 1995 wurde der Hauptsitz des Zentrums nach Thessaloniki verlegt und ein Verbindungsbüro in Brüssel eröffnet.
Das Cedefop setzt sich für die Förderung eines europäischen Raums des lebenslangen Lernens in der erweiterten Europäischen Union ein. Zu diesem Zweck stellt es Informationen und Analysen zu Berufsbildungssystemen sowie Politik, Forschung und Praxis bereit.
Aufgabe des Cedefop ist es,
eine ausgewählte Dokumentation und Auswertung von Daten zu erstellen;
zur Weiterentwicklung und Koordinierung der Forschung beizutragen;
die Nutzung und Verbreitung zweckdienlicher Informationen zu gewährleisten;
eine konzertierte Lösung der Probleme der Berufsbildung zu fördern und zu unterstützen;
einen Treffpunkt für alle beteiligten Parteien zu bilden.
Das Cedefop hat sich für die Jahre 2009-11 folgende mittelfristige Prioritäten gesetzt, die seine Tätigkeiten leiten und sein Informationsangebot bestimmen:
Verbesserung des Zugangs zu Lernen, Mobilität und gesellschaftlicher Eingliederung;
Ermöglichung und Bewertung des Lernens;
Unterstützung von Netzwerken und Partnerschaften in einer erweiterten Europäischen Union.
Das Cedefop legt seine Informationen in elektronischer und gedruckter Form vor und verbindet Menschen durch die Veranstaltung von Studienbesuchen, Konferenzen und Seminaren. Das Informationsangebot des Cedefop richtet sich an alle mit Berufsbildung befassten Entscheidungsträger, Forscher und praktisch Tätigen innerhalb und außerhalb der EU.
Die Arbeitsprogramme und der letzte Jahresbericht können auf der Website des Cedefop http://www.cedefop.europa.eu abgerufen werden, ebenso wie Informationen über die Bediensteten des Zentrums, seinen Verwaltungsrat und seine Organisationsform.
Gründung: 1975
Direktor: Christian F. Lettmayr