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Es gibt mehr als 30 Agenturen in verschiedenen EU-Ländern. Sie spielen bei der Umsetzung der EU-Politik eine wichtige Rolle. Insbesondere übernehmen sie Aufgaben technischer, wissenschaftlicher oder verwaltungstechnischer Art und/oder Regulierungsaufgaben. Dadurch werden die EU-Organe, insbesondere die Kommission, entlastet, so dass diese sich ganz auf die Entwicklung politischer Strategien konzentrieren können.
Darüber hinaus fördern die Agenturen durch die Bündelung des in den EU-Institutionen und den Behörden der Mitgliedstaaten vorhandenen Fach- und Expertenwissens die Zusammenarbeit zwischen der EU und den Regierungen der Mitgliedstaaten in wichtigen Bereichen der Politik.
Bei den dezentralen Agenturen handelt es sich um Einrichtungen des europäischen öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit, die von den Organen der Gemeinschaft (Rat, Parlament, Kommission usw.) unabhängig sind.
Da die Agenturen im Laufe der Jahre entsprechend den jeweils neu aufkommenden politischen Erfordernissen jede für sich nach und nach eingerichtet wurden, ist ihre Arbeitsweise recht unterschiedlich. 2012 hat die EU durch die Verabschiedung einer umfassenden Reihe von Grundprinzipien Abhilfe geschaffen. Mit dem so genannten „gemeinsamen Konzept“ sollen Kohärenz, Effizienz und Verantwortlichkeit der Agenturen verbessert werden.
Dieser neue Rahmen stützt sich auf die Ergebnisse einer Untersuchung, in der eine EU-Arbeitsgruppe Führung, Arbeitsweise und Überwachung der Agenturen auf der Grundlage einer Reihe von Berichten und Studien einschließlich einer umfassenden externen Bewertung analysiert hat.