Wirtschaftsleistung der EU
Nach dem Beitritt von 12 neuen Mitgliedstaaten seit 2004 liegt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU, d. h. der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, über demjenigen der USA.
- BIP (12 268 387 millionen Euro, 2010)
Handel
Obwohl in der EU nur 7 % der Weltbevölkerung leben, beläuft sich der Anteil der EU an den Ein- und Ausfuhren auf rund 20 %. Damit ist die EU weltweit führender Exporteur und zweitgrößter Importeur.
Etwa zwei Drittel des gesamten Handels in der EU findenzwischen den EU-Mitgliedstaaten statt.
Der größte Handelspartner der EU sind die Vereinigten Staaten, gefolgt von China. Im Jahre 2005 verzeichnete die EU 18,1 % der Exporte und 18,9 % der Importe weltweit.
Beschäftigung
In den letzten 50 Jahren ist die Anzahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft und der Industrie zurückgegangen, während im Dienstleistungssektor immer mehr Jobs geschaffen wurden.
Im Zuge der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Zahl der Arbeitslosen gestiegen und liegt in der EU nun bei 7,5 %.
Forschung
Die Forschung und Entwicklung (FuE) ist das Herzstück der EU-Strategie, deren Ziel es ist, die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft zu verbessern. Die Investitionen sollen aufgestockt werden, damit die EU im Bereich der FuE-Ausgaben mit den USA und Japan gleichziehen kann.
Infrastruktur
Der Güter- und Personenverkehr in der gesamten EU wird nur noch zu einem kleinen Teil über das Schienennetz und die Binnenschifffahrt (Flüsse und Kanäle) abgewickelt. Drei Viertel aller Güter und Passagiere werden in der EU im Straßenverkehr befördert.
Energie und Umwelt
Die EU muss 50 % ihres Energiebedarfs durch Importe decken.
Um diese Abhängigkeit zu reduzieren und die Umwelt zu schützen, möchte die EU Energie effizienter nutzen und vermehrt auf erneuerbare Energieträger zurückgreifen. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, im Jahr 2020 ihren Strombedarf zu 20 % durch erneuerbare Energieträger wie Wind, Sonne, Wasser, Erdwärme und Biomasse zu decken.

