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Die Geschichte der Europäischen Union: 1980 - 1989

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Das Gesicht Europas wandelt sich – Fall der Berliner Mauer

Die polnische Gewerkschaft Solidarność und ihr Anführer Lech Walesa werden nach den Streiks in der Danziger Werft im Sommer 1980 in ganz Europa und weltweit bekannt. 1981 wird Griechenland das zehnte Mitglied der EU; Spanien und Portugal folgen fünf Jahre später. 1986 wird die Einheitliche Europäische Akte unterzeichnet. Dieser Vertrag bildet die Grundlage für ein umfangreiches Sechsjahresprogramm mit dem Ziel, die Probleme des freien Handels über die EU-Binnengrenzen hinweg zu lösen, und führt zur Schaffung des „Binnenmarktes“. Am 9. November 1989 kommt es mit dem Fall der Berliner Mauer zu einer größeren politischen Umwälzung. Die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland ist zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder offen, und bald vereinigen sich die beiden Teile wieder zu einem Land.

In Polen streiken im Sommer 1980 die Arbeiter der Danziger Leninwerft unter Führung von Lech Wałęsa für mehr Rechte. Die Streiks breiten sich im ganzen Land aus. Im August gibt die Regierung nach. Die unabhängige Gewerkschaft Solidarność wird gegründet. Im Dezember 1981 verhängt die Regierung das Kriegsrecht. Das Rad der Geschichte lässt sich jedoch nicht aufhalten.

1. Januar 1981

Griechenland wird als zehnter Mitgliedstaat aufgenommen. Seit dem Sturz der Militärdiktatur und der Wiederherstellung der Demokratie 1974 erfüllte es die Beitrittskriterien.

Mitgliedstaaten Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Vereinigtes Königreich.

Neue MitgliedstaatenNeuer Mitgliedstaat: Griechenland.

Karte – Mitgliedstaaten der EU 1981 © Stefan Chabluk

Liste aller EU-Mitgliedstaaten mit Beitrittsdatum

28. Februar 1984

Computer und Automaten verändern unsere Lebens- und Arbeitswelt. Um an der Spitze des Fortschritts zu bleiben, verabschiedet die EU 1984 das Esprit-Programm, das erste ihrer zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsprogramme.

1. Januar 1986

Spanien und Portugal treten der EG bei, die nunmehr zwölf Mitgliedstaaten umfasst.

Mitgliedstaaten Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Vereinigtes Königreich

Neue MitgliedstaatenNeue Mitgliedstaaten: Portugal und Spanien.

Karte – Mitgliedstaaten der EU 1986 © Stefan Chabluk

Liste aller EU-Mitgliedstaaten mit Beitrittsdatum

17. Februar 1986

Obwohl die Binnenzölle 1968 abgeschafft wurden, verläuft der Handel innerhalb der EG nicht reibungslos. Haupthemmnisse sind unterschiedliche nationale Rechtsvorschriften. Die Einheitliche Europäische Akte von 1986 soll diese Probleme im Rahmen eines umfassenden Sechsjahresprogramms lösen. Ferner werden die Befugnisse des Europäischen Parlaments ausgeweitet und die Zuständigkeit der EU im Bereich Umweltschutz gestärkt.

15. Juni 1987

Die EU startet das Erasmus-Programm zur Förderung von Studenten, die bis zu einem Jahr in einem anderen europäischen Land studieren wollen. Über zwei Millionen junge Menschen wurden im Rahmen dieses und ähnlicher EU-Programme gefördert.

Der Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 ist Symbol für den Zusammenbruch des Kommunismus in Mittel- und Osteuropa, der in Polen und Ungarn seinen Ursprung hatte. Angesichts der Massenauswanderung in den Westen öffnet die DDR-Regierung ihre Grenzen. Nach fast 40 Jahren ist Deutschland wieder vereinigt, und die neuen Bundesländer werden Teil der EG (Oktober 1990).

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