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1975

Januar

1

Irland übernimmt den Vorsitz im Rat der Europäischen Gemeinschaften. 

15-16

Der Interimsausschuss des IWF-Gouverneursrats tritt in Washington zusammen. Er vereinbart, die Quoten aller Mitgliedstaaten zu erhöhen, Gold als offizielle Basis der Einlagen abzuschaffen und das Sonderziehungsrecht zum zentralen Instrument des internationalen Währungssystems zu machen.

22

Insgesamt sollen 500 Mio. $ für Soforthilfemaßnahmen zugunsten der vom internationalen Preisanstieg am stärksten betroffenen Entwicklungsländer bereitgestellt werden. Der Rat beschließt im Rahmen der von der Gemeinschaft eingegangenen Verpflichtung, zu dieser Anstrengung beizutragen, die Freigabe der zweiten Tranche in Höhe von 100 Mio. $.

Februar

28

Die Gemeinschaft unterzeichnet mit 46 Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks in Lomé (Togo) ein Abkommen (Lomé I), das an die Stelle des Jaunde-Abkommens tritt. 

März

10-11

Die Staats- bzw. Regierungschefs kommen erstmals als Europäischer Rat in Dublin zusammen. Aufgrund der von ihnen getroffenen Entscheidungen kann sich die Regierung des Vereinigten Königreichs für einen Verbleib in der Gemeinschaft aussprechen. Zudem verabschieden die Teilnehmer des Gipfeltreffens eine Erklärung zur Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE).

11

Georges Spénale wird zum Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt.

18

Der Rat errichtet den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und einen Ausschuß für Regionalpolitik.  Der Rat nimmt eine auf der Grundlage eines Korbs der Gemeinschaftswährungen definierte europäische Rechnungseinheit an. Diese findet zunächst im Rahmen des Lomé-Abkommens und bei der Tätigkeit der Europäischen Investitionsbank Verwendung. Sie soll später schrittweise auch in anderen Politikbereichen der Gemeinschaft eingeführt werden.  Wie der britische Premierminister Harold Wilson im Unterhaus erklärt, wird die Regierung des Vereinigten Königreichs dem britischen Volk empfehlen, in dem geplanten Referendum für den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Gemeinschaft zu stimmen.

20

Die erste Versammlung des Hochschulrats gründet in Florenz das Europäische Hochschulinstitut und ernennt dessen Rektor.

27

Die britische Regierung veröffentlicht ein Weißbuch über das Ergebnis der Neuverhandlungen.

April

9

Im britischen Unterhaus stimmen 369 Abgeordnete (bei 170 Gegenstimmen) für den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Gemeinschaft.

14

Der Rat verabschiedet ein vorläufiges Programm für eine Verbraucherschutz- und Informationspolitik. 

28

In Brüssel werden das Zusatzprotokoll über die Ausdehnung der Anwendung des Assoziationsabkommens zwischen der EWG und Griechenland auf die drei neuen Mitgliedstaaten und ein Interimsabkommen über die vorgezogene Umsetzung der Handelsbestimmungen des Zusatzprotokolls unterzeichnet.

Mai

9

Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Erklärung von Robert Schuman.

11

In Brüssel wird ein neues Abkommen zwischen der EWG und Israel unterzeichnet, das an die Stelle des Abkommens von 1970 tritt und neben Handelsbestimmungen auch Kooperationsklauseln enthält. 

Juni

5

In einer Volksabstimmung sprechen sich 67,2 % der Wähler für einen Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Gemeinschaft aus.

12

Griechenland beantragt offiziell die Aufnahme in die Europäischen Gemeinschaften.

23-27

Die Gemeinschaft nimmt an der ersten Sitzung des Welternährungsrats in Rom teil, der im Anschluss an die Welternährungskonferenz von 1974 gegründet wurde.

24-25

Der Rat bzw. die im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten verabschieden Regelungen, aufgrund deren die Länder Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP) von den Handelsbestimmungen des Lomé-Abkommens bereits ab dem 1. Juli – d. h. vor seinem offiziellen Inkrafttreten – profitieren können.

Juli

1

Italien übernimmt den Vorsitz im Rat der Europäischen Gemeinschaften.

15

Die Gemeinschaft und Mexiko unterzeichnen ein Handelsabkommen.

16-17

Der Europäische Rat ersucht auf seiner Tagung in Brüssel den Rat der Außenminister, einen Bericht über die Einführung allgemeiner Direktwahlen zum Europäischen Parlament auszuarbeiten, der bis zum Jahresende vorliegen soll. 

22

Dem Europäischen Parlament werden vertraglich umfassendere Haushaltsbefugnisse eingeräumt. Der Vertrag, der im Juni 1977 in Kraft tritt, sieht auch die Errichtung eines Rechnungshofs vor.

August

1

In Helsinki unterzeichnen 35 Staaten die Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE).

30

Der Interimsausschuss des IWF-Gouverneursrats tritt in Washington zusammen. Er beschließt neue Regelungen für Golddevisen.

September

15

Die Gouverneure des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) kommen zu ihrem jährlichen Treffen zusammen, an dem die Kommission als Beobachterin teilnimmt. Ratspräsident Colombo gibt im Namen der Gemeinschaft eine Erklärung ab.

16

Die Gemeinschaft und China nehmen offizielle Beziehungen auf.

Oktober

13-16

Die Gemeinschaft beteiligt sich an den Vorbereitungen zur Konferenz über internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit in Paris, die am 16. Dezember eröffnet werden soll. 

November

15-17

Auf einem Treffen in Rambouillet (Frankreich) unterstreichen die Staats- bzw. Regierungschefs der Bundesrepublik Deutschland, Frankreichs, Italiens, des Vereinigten Königreichs, Japans und der Vereinigten Staaten, dass die Industriestaaten Anstrengungen zur Belebung der Wirtschaft unternehmen müssen, und erklären ihre Bereitschaft zu einer engeren internationalen Zusammenarbeit.

18

In Brüssel findet eine Dreierkonferenz zur wirtschaftlichen und sozialen Lage statt. Teilnehmer sind die Wirtschafts- und Sozialminister, Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter aus den neun Mitgliedstaaten sowie die Kommission. Letztere wird ersucht, die erörterten Themen eingehender zu prüfen und die nächste Konferenz vorzubereiten.

26

Die Kommission leitet beim Gerichtshof ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Frankreich ein, das eine Importsteuer auf italienische Weine erhoben hat.

Dezember

1-2

Der Europäische Rat fasst auf seiner Tagung in Rom Beschlüsse über die Direktwahlen zum Europäischen Parlament und vereinbart die Passunion sowie eine gemeinsame Vertretung der Gemeinschaft beim Nord-Süd-Dialog.

15

Das Übereinkommen über das europäische Patent für den gemeinsamen Markt (Gemeinschaftspatent) wird unterzeichnet.

16

In seinem Urteil zur Zuckerindustrie definiert der Europäische Gerichtshof aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen und entscheidet über einige Fragen, die für die weitere Entwicklung des Wettbewerbsrechts der Gemeinschaft von Bedeutung sind.

16-19

Die Ministerkonferenz über internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit tritt in Paris zusammen. Die 27 Mitglieder (sieben Industrieländer, die Gemeinschaft und 19 Entwicklungsländer) richten zum Abschluss vier Kommissionen (für die Bereiche Energie, Rohstoffe, Entwicklung und Finanzen) ein.

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