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LitauenEU-Beitritt: 2004
Hauptstadt: Wilna (Vilnius)
Fläche: 65 000 km²
Bevölkerung: 3,3 Millionen
Währung: Litas (Lt)
Schengen-Raum: Mitglied des Schengen-Raum seit 2007
Litauen ist der südlichste sowie der größte und bevölkerungsreichste der drei baltischen Staaten. Litauen war die erste Sowjetrepublik, die sich von der Sowjetunion löste und ihre Souveränität durch die Unabhängigkeitserklärung vom 11. März 1990 wiederherstellte.
Die litauische Landschaft ist überwiegend flach, abgesehen von den niedrigen Hügeln im westlichen Hochland und dem östlichen Bergland. Die höchste Erhebung ist mit 294 Metern der Aukštasis. Litauen hat 758 Flüsse, über 2800 Seen und 99 Kilometer Ostseeküste, die sich zum größten Teil in Erholungs- und Naturschutzgebieten befinden. Etwas mehr als 30 % des Landes sind von Wald bedeckt.
84 % der Bevölkerung sind litauischer Herkunft. Die zwei größten Minderheiten des Landes sind Polen, die etwa 6 % der Bevölkerung ausmachen, und Russen mit ungefähr 5 %. Die litauische Sprache gehört zur indoeuropäischen Sprachfamilie.
Die Hauptstadt Wilna ist eine malerische Stadt an den Ufern der Flüsse Neris und Vilnia, und die Architektur ihrer Altstadt gehört zu den schönsten in Osteuropa. Die Universität Wilna wurde 1579 gegründet. Sie ist in einem Gebäudekomplex untergebracht, der im Renaissancestil erbaut wurde, zahllose Innenhöfe umfasst und eine „Stadt in der Stadt“ bildet.
Der litauische Präsident wird in direkter Wahl für fünf Jahre gewählt und wird hauptsächlich in der Außen- und Sicherheitspolitik aktiv. Das litauische Einkammerparlament, der Seimas, zählt 141 Mitglieder.
Die litauische Küche ist unter anderem für ihre kalte Rübensuppe bekannt. Auch Kartoffelgerichte – insbesondere Kartoffelpfannkuchen und Cepelinai (mit Fleisch, Quark oder Pilzen gefüllte Kartoffelklöße) – sind sehr beliebt.
