Währungspolitische Zusammenarbeit
Die Wirtschafts- und Währungsunion umfasst die Koordinierung der Wirtschafts- und Steuerpolitik, eine gemeinsame Währungspolitik und den Euro als gemeinsame Währung. Der Euro wurde am 1. Januar 1999 als virtuelle Währung für bargeldlose Zahlungen und buchhalterische Zwecke eingeführt. Die Banknoten und Münzen sind seit dem 1. Januar 2002 in Umlauf.
Welche Länder verwenden den Euro?
Der Euro (€) ist in 17 der 27 EU-Länder die offizielle Währung. Diese Länder werden auch als Euroraum bezeichnet. Hierzu gehören:
- Belgien
- Deutschland
- Estland
- Finnland
- Frankreich
- Griechenland
- Irland
- Italien
- Luxemburg
- Malta
- Niederlande
- Österreich
- Portugal
- Slowakei
- Slowenien
- Spanien
- Zypern
Mehr über die EU-Mitgliedsländer und den Euro.
Weltweit bezahlen mehr als 175 Millionen Menschen in Währungen, die an den Euro gekoppelt sind.
Zweck des Euro
Eine gemeinsame Währung bietet viele Vorteile, wie etwa die Beseitigung schwankender Wechselkurse und Wechselgebühren. Des Weiteren erleichtert sie Unternehmen den grenzüberschreitenden Handel, stabilisiert die Wirtschaft, kurbelt das Wachstum an und vergrößert das Angebot für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine gemeinsame Währung animiert die Menschen außerdem zum Reisen und Einkaufen in anderen Ländern. Auf globaler Ebene verleiht der Euro als zweitwichtigste internationale Währung nach dem US-Dollar der EU größeren Einfluss.
Verwaltung des Euro
Die unabhängige Europäische Zentralbank ist für die Geldangelegenheiten in der EU zuständig. Ihr wichtigstes Ziel ist die Erhaltung der Preisstabilität. Sie legt auch eine Reihe von Leitzinssätzen
für den Euroraum fest. Jedes EU-Land ist nach wie vor selbst für die Erhebung seiner Steuern und für Entscheidungen bezüglich seines eigenen Haushalts zuständig. Die nationalen Regierungen haben allerdings gemeinsame Regeln zu öffentlichen Finanzen
erarbeitet, um ihre Maßnahmen zur Förderung der Stabilität, des Wachstums und der Beschäftigung koordinieren zu können.
Die Wirtschafts- und Finanzkrise
Seit dem Ausbruch der weltweiten Wirtschaftskrise
2008 haben die Regierungen der EU-Länder, die Europäische Zentralbank und die Kommission nachdrücklich und anhaltend reagiert. Sie haben in enger Kooperation gemeinsam darauf hingearbeitet, Wachstum und Beschäftigung zu fördern, Spareinlagen und die Verfügbarkeit erschwinglicher Kredite für Unternehmen und Haushalte zu sichern, die Finanzstabilität zu gewährleisten sowie eine bessere umfassende Finanzordnung einzuführen.
